Am Besten, so ist man sich sicher, geht das in entspannt-zivilisierter Atmosphäre bei einem finalen Essen und einigen Gläsern Rotwein. Die jedoch nur dann hergestellt werden kann, wenn garantiert keine Speisen gewählt werden, die auch nur entfernt emotionale Reaktionen hervorrufen können. Der Pudding in Herzform, aus dessen Inneren beim Anschneiden rote Himbeersauce hervorquillt, scheidet ebenso aus wie auf den ersten Blick harmlos anmutende Gerichte, die wesentliche Beziehungsbestandteile waren. Pizza? Nope!, das allererste, gemeinsam verspeiste Exemplar war zwar innen tiefgekühlt und außen verbrannt, aber hatte doch zum ersten Körperkontakt geführt. Und so bleibt kaum etwas übrig. Denn Essen, das mit leicht zu Waffen umzufunktionierenden Werkzeugen wie Stäbchen oder Spießen serviert wird, scheidet selbstverständlich ebenfalls aus. Bleiben nur frittierte Tintenfischringe und Pommes Frites. Wenn man viel Glück hat und während des Essens feststellt, dass man sich trotz allem vielleicht doch noch mag, kann man sogar hübsche Spielchen erfinden. Frittenbaseball, zum Beispiel, wobei es gar nicht so einfach ist, das kunstvoll geworfene Viech mit dem Kartoffelstäbchen aufzufangen. Oder Tintenfisch-Kartoffel-Türmchen bauen. Auf deren Trümmern dann eine echte Freundschaft entsteht, oder eine wiederbelebte Liebe, wer weiß das schon?