Darsteller: María Valverde, Juan Diego Botto, Nina Hoss, Ivana Baquero, Jean-Marc Barr, Laura Morante.
Deutschlandstart: 29.1.2009
Die Story: Spanien zwischen 1937 und 1950: Die Geschichte des Liebes- und Ehepaares Justo (Juan Diego Botto) und Manuela (María Valverde) erzählt die gemeinsame Tochter Paloma. Ihre Erinnerungen beginnen mit der Einkesselung Madrids durch die Faschisten, die mithilfe der deutschen Legion Condor die Stadt unablässig bombardieren. Dem Donnergrollen der Detonationen setzt Anwalt Justo, der für die Anarchisten kämpft, die Propaganda entgegen und spricht im Radio als "Stimme der Revolution". Doch auch die Antifa verübt Gräuel, Frontlinien verlaufen quer durch Familienbanden und Palomas neu geborener Bruder Rafael überlebt die Hungerjahre nicht. Als sich das Blatt zugunsten General Francos wendet, schlägt die Stunde der Opportunisten und Justo, dessen unablässiges Engagement die Ehe belastet, bleibt für zehn Jahre verschollen. Zwischen Depression und Hoffnung muss die naive Manuela den Hohn der Kriegsgewinner, die das Elend der anderen bedenkenlos ausnutzen, ertragen. Ihre unerschütterliche Überzeugung wird belohnt, als sie ihren Mann im französischen Exil aufspürt: Er hat Mauthausen überlebt, ist offiziell einfacher Arbeiter, im geheimen aber weiter im Widerstand und plant mit Kampfgenossin Leni (Nina Hoss) einen Anschlag auf Franco.
stadtmagazin-Bewertung: Ereignisreich ist das Leben, das Sehr und Noelle mit rastlosen Szenewechseln beschreiben, die die Zeit raffen müssen, um die Auswirkungen der wechselnden politischen Lage auf die familiäre und existenzielle Situation von Vater, Mutter und später auch Tochter zu demonstrieren. Wenn das ruhelos wirkt, spiegelt es nur die Unmöglichkeit für die Figuren wider, sich in Sicherheit zu wiegen.