|
Die Story: Cali, Kolumbien: der abenteuerlustige, 26-jährige Medizinstudent Marc Jimenez-Tränker (August Diehl) stürzt sich in sein praktisches Jahr in einer der schönsten und gefährlichsten Städte Lateinamerikas. Im Krankenhaus wird er vom ersten Tag an mit Steckschüssen konfrontiert, mit menschlichem Blut, das ihm vom Operationstisch in die Schuhe tropft. Für den Studenten aus Frankfurt riecht alles nach Abenteuer, schönen Frauen und weiß der Herrgott noch für Sachen, die ihn die betulichen Vorort-Arztpraxen seiner Heimat schnell vergessen lassen.
Die Stars: Der 1976 in Berlin geborene August Diehl wurde durch Filme wie 23; Kalt ist der Abendhauch, Was nützt die Liebe in Gedanken; Lichter; Nichts als Gespenster oder Die Fälscher bekannt.
Der Regisseur: Der 40-jährige Kölner Tom Schreiber stellt nach dem 2003 entstandenen Narren nun seinen zweiten Spielfilm vor.
stadtmagazin-Bewertung: Eine Abenteuergeschichte, die von der Gier nach einem anderen Leben erzählt. Es entsteht ein sehr authentisches, unglaublich spannendes Drama um einen scheiternden Kulturkontakt, das Alltag, Verhalten und Milieu mit dokumentarischer Ehrlichkeit erfasst, die darüber hinaus nicht zur Pose verkommt. Großartig agieren August Diehl und die anderen, meist vom Theater kommenden kolumbianischen Schauspieler. Dr. Alemán ist ein ambitionierter Film, der nicht nur die Geschichte einer persönlichen Katastrophe erzählen will. Es ist auch ein politischer Film, in dem die Realität der Slums, die Lage in Kolumbien mit all ihrer Gewalt und Jugendkriminalität zum Thema gemacht wird und den Zuschauer für die Probleme sensibilisiert. Oliver Keidel und Tom Schreiber wurden bereits 2006 mit dem Deutschen Drehbuchpreis für den Film ausgezeichnet.
- jvg
|
|
|