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Die Story: Die süditalienische Camorra hat die Mafia als treibende Unterweltmacht in Italien längst abgelöst. Heruntergekommen und von Angst dominiert ist die Satellitensiedlung Scampia. Hier kreuzen sich die Wege der fünf Hauptfiguren. Ein 13-Jähriger, der für allein stehende Frauen Einkäufe erledigt und irgendwann der Camorra einen mörderischen Gefallen tun muss, ein "Bote", der an Familien inhaftierter oder ermordeter Camorra-Mitglieder Geld verteilt, zwei Jungs, die sich für große Gangster halten und von der großen Unterweltkarriere träumen, ein begnadeter Schneider, der heimlich für die chinesischen Konkurrenten arbeitet, und ein Immobilienhai, der mit der illegalen Giftmülllverklappung Reichtum scheffelt und dessen akademisch gebildeter Gehilfe die Menschenverachtung nicht mehr aushält…
Die Stars: In seinem Film, der wie ein Dokumentarfilm wirkt, hat Matteo Garone fast nur Laiendarsteller besetzt. Das macht auch einen Großteil der gerade zu schockierenden Authentizität aus.
Der Regisseur: Mit unbarmherziger Präzision beschreibt der 1968 in Rom geborene Italiener Matteo Garrone (Körper der Liebe) einen Teufelskreis, dem kaum jemand entkommen kann. Beim diesjährigen Filmfestival in Cannes wurde Matteo Garrones achter Film mit dem "Grand Prix der Jury" ausgezeichnet.
stadtmagazin-Bewertung: Macht, Geld, Blut. Damit werden die Einwohner der Provinzen von Neapel und Caserta tagtäglich konfrontiert. Nur eine privilegierte Minderheit kann überhaupt daran denken, ein ”normales" Leben zu führen. Authentisch, hart und unsentimental zeigt dieses Drama die kriminelle Energie und Skrupellosigkeit der neapolitanischen Camorra. Da halten keine legendären Paten den Klan zusammen. Dort heißt es ganz brutal, jeder gegen jeden. Garrones Blick ins Innere der Organisation fasziniert durch raue Bilder, angesiedelt in einem futuristisch anmutendem Gebäudekomplex menschenverachtender Vorstadtarchitektur, das den Einzelnen verschlingt wie ein Labyrinth.
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