|
Die Story: Die taffe, allein erziehende Mutter Angie (Kierston Wareing) verliert aufgrund der sexuellen Nötigung eines Kollegen ihre Arbeit. Auf unzählige Jobs und Entlassungen zurückblickend, beschließt sie gemeinsam mit einer Freundin (Juliet Ellis), eine Agentur für Arbeitsemigranten aufzuziehen. Das Unternehmen hat Erfolg, und die junge Frau beginnt bald die zahlreichen Einwanderer aus Osteuropa genauso auszubeuten, wie es die Chefs zuvor mit ihr taten. Doch mehr und mehr gerät Angie dabei zwischen die Fronten, womit sie ihr eigenes Leben und das ihres Kindes aufs Spiel setzt.
Die Stars: Die Britin Kierston Wareing absolvierte ihre Schauspielausbildung am New Yorker Lee Strasberg Theatre and Film Institut. Nach der Rückkehr in ihre Heimat musste sie zehn Jahre warten, bevor sie mit der Rolle in diesem Film ihren Beruf das erste Mal ausüben durfte.
Der Regisseur: Der 1936 geborene Engländer und studierte Jurist Ken Loach ist Filmregisseur und Drehbuchautor, der durch seinen naturalistischen Regiestil mit Schwerpunkt auf soziale Dramen bekannt wurde. Zu seinen Filmen gehören "Vaterland", "Mein Name ist Joe", "Sweet Sixteen" oder der Cannes-Gewinner "The Wind That Shakes the Barley".
stadtmagazin-Bewertung: Mit emotionaler Wucht erzählt Ken Loachs neuester Film eine berührende Geschichte, die so hochaktuell wie zeitlos ist. Doch trotz seiner Kapitalismuskritik verteufelt er seine Hauptfigur nicht. Er setzt sie in einen größeren Zusammenhang, in dem die Verantwortung des Einzelnen zwar wichtig ist, aber vor allem das gesamte Wirtschaftssystem krankt. Auch die klägliche Situation in vielen Familien wird thematisiert. Die alleinerziehende Mutter arbeitet von früh bis spät, hat kaum Zeit für ihren Sohn. Gleichzeitig sieht man Wohnwagen-Farvellas vor den Toren englischer Städte. Auf den Filmfestivals in Venedig und Sevilla wurde der Film 2007 mit dem Preis für das beste Drehbuch, bzw. als bester Film ausgezeichnet. Absolut empfehlenswert!
|
|
|