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Die Story: Ein Zug rollt durchs winterliche Norwegen. In der Führerkabine sitzt Odd Horten (Bård Owe). Er ist 67 und auf seiner vorletzten Fahrt von Oslo nach Bergen. Morgen will er zum letzten Mal seinen Dienst antreten. Aber zum ersten Mal, nach fast vierzig Jahren, verschläft der sonst so besonnene Horten und verpasst tatsächlich seinen letzten Zug. Das Missgeschick ist erst der Anfang einer unglaublichen Odyssee, in der rote, hochhackige Schnürstiefel und alte afrikanische Masken ihm am Ende einen Hund und seinen Stolz zurückgeben.
Die Stars: Der am 3. Juli 1936 im norwegischen Mosjøen geboren Bård Owe (Mankells Wallander, Die Rückkehr des Tanzlehrers, Geister) ist einer der profiliertesten norwegischen Schauspieler.
Der Regisseur: Der norwegische Regisseur Bent Hammer (Kitchen Stories, Factotum) verzaubert sein Publikum mit einer wunderbar lakonischen Erzählung über die Wege, die das Schicksal nimmt, wenn der Fahrplan plötzlich nicht mehr gilt.
stadtmagazin-Bewertung: Hamers Figuren entwickeln sich in einem wohlgeordneten, zivilisierten, fast gleichgültigen und damit extrem nordischen Umfeld, um manchmal ganz unvermittelt ihren Wahnsinn auszuleben. Die Geschichte entwickelt sich in einem Tempo, das einer anfahrenden Dampflokomotive gleich kommt. Sie startet ganz langsam und gediegen und nimmt dann immer mehr Fahrt auf, bis sie mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von einem Wahnsinn in die nächste absurde Skurrilität rast. Der fast stoische Humor versteckt sich, ähnlich wie bei Loriot, im Detail, in der Absurdität einer Situation, die immer weiter ausartet. Dem Regisseur, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, gelingt es mühelos, diesen offensichtlich außergewöhnlichen Ereignissen einen völlig plausiblen und realistischen Anschein zu verleihen.
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