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Die Story: Inge (Ursula Werner) und Werner (Horst Rehberg) sind seit 30 Jahren verheiratet, sie ist Mitte Sechzig, er jenseits der Siebzig. Die Ehe und das Leben miteinander sind ein wenig eingerostet, aber was will man nach so vielen Jahren noch erwarten. Sie liebt ihren Mann. Er war immer gut zu ihr. Doch plötzlich fühlt sich Inge wie 17. Sie hat sich verliebt. Karl (Horst Westphal) ist immer noch ein attraktiver Mann und wird bald 80. Und er bedeutet für Inge Leidenschaft und Sex.
Die Stars: Die 1943 in Berlin geborene Ursula Werner (Die Polizistin; Willenbrock, Drei Schwestern) gehörte zu den viel beschäftigten DDR-Mimen, die den Übergang in das BRD-Business gut vollzogen haben.
Der Regisseur: Der 1963 in Gera geborene Andreas Dresen hat wunderbare, teilweise sehr ironische und humorvolle Werke wie Halbe Treppe, Sommer vorm Balkon oder Nachtgestalten auf die Leinwand gebracht
stadtmagazin-Bewertung: Liebe und Sexualität im Alter. Diese Themen sind auch heute noch mit vielen Tabus behaftet. Damit genau die richtigen Themen für Dresen. Der Film ist in der gleichen Machart und mit dem gleichen Minimalteam gedreht wie schon 2002 Halbe Treppe. Es existierte kein ausgearbeitetes Drehbuch, Figuren und Dialoge wurden in gemeinsamer Arbeit vor Ort entwickelt und ausgestaltet. Und genau dort ist die größte Schwäche des Films. Während die Schauspieler von Halbe Treppe authentische, ironische und teilweise wirklich komische Dialoge sprechen, gelingt es Dresen nicht, die Truppe von Wolke 9 in eine selbstironische und ungestelzte Dialogschiene zu lenken. Anstatt den Film mit ungewissen Ausgang enden zu lassen und den Zuschauer mit Diskussionsstoff nach Hause zu entlassen, überdreht Dresen den Plot und endet in einem Schluss altgriechischen Zuschnitts. Wir wollen hoffen, dass dieser Film ein Ausreißer war und Dresen bald wieder auf den Pfad seiner alten Tugenden zurück kehrt.

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