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Schreckliche Heimkehr
Wie schon die Fortsetzung an den ersten Teil anknüpfte, wird es auch zwischen Warrior Within und Prince of Persia The Two Thrones eine Verbindung geben. In der Abschlussszene von Teil 2 fuhr der Prinz aus Persien erleichtert nach Babylon zurück. Doch was er dort sah, bestürzte ihn zutiefst... Genau dort setzt dann auch der dritte Ableger ein. In der Rolle des Prinzen macht ihr euch dann auf den Weg und ergründet zum einen, wer für dieses Chaos verantwortlich ist und zum anderen seid ihr auch auf der Suche nach eurer Geliebten, die nach erlittenem Schiffbruch von düsteren Gestalten entführt wurde.
Prinz Fisher
Prince of Persia-typisch dienen die ersten Levels erst einmal als Eingewöhungsphase, wo ihr mit der grundlegenden Steuerung vertraut gemacht werdet. So macht ihr euch am Hafen Babylons auf und müsst erst einmal diverse Sprungpassagen meistern. Spieler der beiden Vorgänger werden sich hier schnell zurecht finden, da die Steuerung komplett übernommen wurde. Damit ihr noch größere Abgründe überqueren könnt, befinden sich in den Wänden spezielle Steine, in die ihr mit dem Dolch stechen und euch daran festhalten könnt. Eine der größten Neuerungen in Sachen Gameplay sind die so genannten "Speed-Kills“, die stark an die Meucheleien von Kollege Sam Fisher erinnern. In Prince of Persia The Two Thrones finden sich die Gegner nicht nur an einem Platz, sondern patrouillieren auf bestimmten Routen. Sobald die Wachen euch den Rücken zukehren, könnt ihr euch leise an sie heranschleichen. Wenn sich dann der Bildschirm verfärbt, könnt ihr einen Speed-Kill ausführen und euren Gegner mit nur zwei Manövern lautlos ausschalten. Jedoch müsst ihr die entsprechenden Tasten drücken, die dann eingeblendet werden. Sollte eure Attacke nach hinten losgehen, wird aus dem heimlichen Eliminieren ein gewöhnlicher Kampf, den ihr mit der gewohnten Akrobatik gewinnen könnt. Die Speed-Kills sind somit eine perfekte Alternative zum herkömmlichen PoP-Spielprinzip, während ihr euch in den beiden Vorgängern immer direkt mit den Feinden auseinandersetzen musstet und keine andere Wahl hattet.
In Prince of Persia: The Two Thrones werdet ihr aber nicht die ganze Zeit per pedes durch Babylon stapfen, denn Streitwagenrennen werden die Jump and Run-Einlagen kräftig auflockern. In den Rennen, die an die Fahrten aus Capcoms Shadow of Rome erinnern, solltet ihr euch aber nicht nur auf die Strecke konzentrieren, sondern auch ein Auge auf die Kontrahenten haben, die euch mit miesen Tricks von der Piste dränge n.
Der böse Bruder ist da
Was wäre ein Prince of Persia-Teil ohne den geliebten Sand der Zeit? In Prince of Persia The Two Thrones habt ihr jedoch nicht von Anfang an die Macht über diesen mysteriösen Sand, sondern müsst diese erst noch erlangen. Die Eigenschaften des selben sollten eigentlich jedem bekannt sein, denn dieser hat die Serie erst so interessant gemacht. Sollte euch ein Absprung oder eine Attacke mal missglückt sein, könnt ihr damit die Zeit wieder zurückdrehen und die Szene noch einmal neu beginnen. Der Sand birgt allerdings auch so seine Nachteile... Neu mit dabei ist der böse Prinz, ein Personifikation seiner dunklen Charakterzüge. Ab und an verwandelt sich der Prinz aus Persien plötzlich in sein diabolisches Ebenbild, mit dem ihr dann weiterziehen müsst. Praktischerweise hat die dunkle persische Version mehr Fähigkeiten, ist quasi unsterblich und besitzt zudem eine Kette, mit der die Gegner unliebsam aufs Korn genommen werden können. Jedoch müsst ihr eure Energie regelmäßig auffrischen, da diese stetig fällt.
Über den Dächern Babylons
The Two Thrones bildet die perfekte Mischung aus dem ersten und dem zweiten Teil. War Warrior Within eher ein kleiner Ausflug in die härtere Ecke mit der übertriebenen Gewaltdarstellung, ist der jüngste Teil der Trilogie gesundes Mittelmaß. Von nun an begleiten euch auch wieder die altbekannten orientalischen Klänge. Obwohl sich die Speed-Kills sehr brutal anhören, wurde trotzdem mit dem roten Lebenssaft gezielt gespart.
Das gesamte Szenario wirkt im Allgemeinen auch nicht mehr so düster wie noch im Vorgänger. Habt ihr euch in Teil zwei in dunklen Gewölben mit den Monstern und Wachen angelegt, seid ihr in The Two Thrones viel mehr an der frischen Luft und über den Dächer von Babylon unterwegs. Optisch müssen sich die Entwickler jedoch noch etwas ins Zeug legen. Das gesamte Anspielen über begleiteten uns kleine Ruckler und auch die Figuren, besonders der Prinz, wirkten noch etwas kantig, was man von seinen Animationen glücklicherweise nicht behaupten kann. Erneut schwingt sich der persische Thronfolger elegant von Wand zu Wand und schaltet die Gegner stilvoll aus. Die Zwischensequenzen strahlen abermals nur so vor Schönheit. Leider haben wir die deutsche Synchronisation noch nicht zu Ohren bekommen, so dass wir uns diesbezüglich noch kein Bild machten konnten. Allerdings sind wir zuversichtlich, dass das Entwicklerteam einmal mehr gute Arbeit leisten wird.
FAZIT
Es scheint fast so, als hätte Ubisoft mit den ersten beiden Prince of Persia-Teilen ein paar Experimente gewagt, um letztendlich mit dem dritten Teil alle Features aus den beiden Vorgängern zusammenzuführen. Dieses Vorhaben ist den Entwicklern einwandfrei gelungen. Der Titel spielt sich erneut sehr flüssig und die Manöver gehen gut von der Hand. Dank der Speed-Kills müsst ihr nun nicht mehr frontal einen Kampf eröffnen, sondern könnt wahlweise auch lautlos vorankommen. Auch die Sprungpassagen sind wieder sehr gelungen. Obwohl es sich schon um den dritten Teil handelt, wirken die Einlagen nicht aufgesetzt und öde, sondern sind sehr fordernd, aber nie unfair. Jetzt müssen die Entwickler bis zum Release nur noch den Schluckauf bekämpfen und den Prinzen etwas schicker gestalten. Ansonsten scheint es fast so, dass uns der wohl beste Prince of Persia-Teil bald ins Haus steht!
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