Vom 2. Weltkrieg direkt in die grüne Hölle von Vietnam: Napalm von oben, Charlie von unten: der Dschungel ruft!
Beschreibung: "Kenner des aus dem Vorgänger Battlefield 1942 bekannten Spielprinzips können direkt loslegen. In bekannter Ego-Shooter-Perspektive kann im Singleplayer-Modus zusammen mit den leider nicht verbesserten Bots (vom Computer gesteuerte Einheiten = Soldaten, auch NPC genannt) auf im Vergleich zum Vorgänger etwas kleineren Karten geballert werden. Die Szenario reichen vom reinen Dschungeleinsatz am Ho-Chi-Minh-Pfad bis zum Häuserkampf in der Stadt Hue anno 1968.
Im Einstiegsmenu stehen wieder diverse Klassen zur Verfügung, unterteilt in USA oder NVA, wie z.B. Sniper, Sanitäter, Panzerknacker und natürlich der gemeine Soldat. Jeder mit speziellen Waffen bestückt, die sich je nach gewählter Partei unterscheiden. Der USA Soldat z.B. spuckt mit der M16 oder als Heavy-Assault mit der M60 Blei, während der NVA-Soldat mit der AK-47 auf Ami-Jagd geht. Auch die Vehikel wurden thematisch angepasst und aktualisiert. Es stehen Panzer, Jeeps, Motorroller (!), Flugzeuge, Schiffe und Hubschrauber zur Verfügung. Alle diese können vom Spieler gesteuert werden. Nicht nur das: Bei vielen können sogar mehere Spieler miteinsteigen und z.B. Geschütze bedienen oder Bomben abwerfen oder einfach mit der eigenen Waffe aus dem fahrenden ATV oder dem fliegenden Blackhawk ballern. Hat man sich mit den Waffen und Fahrzeugen zurecht gefunden, geht es an den eigentlich Modus: das Multiplayer-Online-Spielen. Hier stehen sich max. 64 Spieler (32 vs. 32) in 3 Spielmodi gegenüber: Conquest« ist das bekannte Ticket-Sammeln ohne Wenn und Aber, »Custom Battle« dasselbe mit mehr Optionen. In »Evolution« schließlich habt ihr zehn Karten zur Verfügung, die ihr zwei Mal hintereinander spielt, jeweils aus der Sicht einer anderen Kriegspartei. Das hat auch Einfluss auf das Aussehen der Karte. Während sie beispielsweise in der ersten Runde noch unbeschädigt ist, agiert ihr beim zweiten Mal in zerbombten Ruinen. Hier ist allerdings Teamplay angesagt. Rambos sind fehl am Platze und meist nur Kanonenfutter. Server stehen satt zur Auswahl, so dass man zu jeder Zeit in ein Match einsteigen kann.
Die Grafik macht mächtig was her und im Vergleich zum Vorgänger hier und da etwas verbessert bzw. an das neue Szenario angepasst. Akustisch trumpft das Spiel auf: Neben den tollen Lade-Songs gibt es im Hauptmenü einen groovigen Remix von Jefferson Airplanes »White Rabbit« zu hören. Im Spiel gibt es die üblichen Soundeffekte und sehr viel Propaganda-Sprachausgabe bzw. Radio-Durchsagen, wenn ihr an Lautsprechern vorbeilauft. Im schönen amerikanischen Kaugummi-Slang erfahrt ihr beispielsweise etwas über die Bedeutung von Socken im vietnamesischen Dschungel, auf einer anderen Karte hört ihr eine mit starkem Akzent sprechende Frauenstimme Sprüche wie »GIs! Your government has abandoned you!« zischen. Das coolste Feature erwartet euch allerdings an Bord eines Fahr- oder Flugzeugs: Ihr könnt Eure Umgebung entweder mit der im Spiel integrierten oder eurer eigenen Musik beschallen. Kenner von Kriegsfilmen wie »Apocalypse Now« dürften erschaudern, wenn ein Hubschrauber mit Wagners »Ritt der Walküren« vorbeidonnert."
Fazit: Battlefield Vietnam ist kein neues Spiel, es ist Battlefield 1942 mit neuem Szenario und leicht verbesserten Details. Zudem ist der Einzelspieler-Modus aufgrund der doch sehr bescheidenen KI der Bots nur als Dreingabe zu sehen. Doch gibt es momentan keinen besseren Team-Shooter (vor allem online) als Battlefield Vietnam!
- dk