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Im zweiten Teil der Prince of Persia Reihe geht es weit dunkler und düsterer zu als im ersten Teil. Der Prince versucht, seinem Schicksal zu entkommen und trifft dabei auf einige Widersacher.
Beschreibung: Und so macht er sich auf zur Insel der Zeit, wo er in der Vergangenheit die Erschaffung des Sandes verhindern will.
Das gelungene Intro schließt nahtlos an das Turtorial an, in dem Sie es mit der Herrscherin der Zeit zu tun bekommen. Diese schickt ihre Krieger aus, um dem namenlosen Hauptcharakter das Leben nach Möglichkeit zu erschweren. Und genau diese unterbrechen auch das stimmige Intro, indem sie dessen Schiff entern.
Im Anschluss zeigt einem das Tutorial per eingeblendeten Texten ausführlich die verschiedenen Kampf- und Sprungmanöver. Dank des neuen Free Form Fighting System bieten sich unzählige Kombos, die neben normalen Mehrfachangriffen noch Sprungschläge, oder Würfe beinhalten – insgesamt wird mehr Vielfalt geboten, als bei so manchem Beat’em Up. Passend dazu wurde auch die KI der Gegner erhöht, die oft in Gruppen auftreten und auch entsprechend reagieren. Sie versuchen ständig den Prinzen zu umkreisen, zeigen aber besonders bei Fernattacken per Messerwurf etc. ihre Schwächen – darauf reagieren sie nämlich überhaupt nicht – außer durch ihr plötzliches Ableben. Leider gibt es recht wenig Gegnertypen, weshalb man nur einen sehr kleinen Teil der Kombos benutzt, was die Kämpfe doch sehr monoton macht. Einzig bei den großen Zwischengegnern versucht man neue Attacken, aber sobald man die richtige gefunden hat, setzt die bekannte Monotonie ein.
Eine weitere Veränderung zum Vorgänger geschah im grafischen Bereich, denn alles wirkt wesentlich düsterer. Das fällt zum ersten Mal beim betreten des Hauptmenüs auf, denn anstatt orientalischer Klänge säuselt einem ein Heavy Metal Soundtrack um die Ohren. Auch der Prinz ist nun von Narben gezeichnet und wird so seiner Rolle als blutiger Rächer durchaus gerecht. Die Level sind ebenfalls düsterer aufgebaut und diesmal genauso opulent gelungen wie man es aus der Serie gewöhnt ist. Obwohl hier wieder die bekannte Grafik-Engine zum Einsatz kommt, verwöhnt das Spiel auch dieses Jahr das Auge mit sanften Animationen und schicken Texturen. Lediglich das Wasser bleibt hinter den Erwartungen zurück und lässt übliche Standards wie Umgebungsreflektionen gänzlich vermissen.
Auch die restlichen Soundeffekte überzeugen, wobei ein wenig Abwechslung bei den immer gleichen Tönen nicht geschadet hätte. Die Sprachausgabe ist leider ein anderes Thema, denn hier lassen die Sprecher jegliche Emotionen vermissen, was besonders beim Prinzen auffällt. Diesem will man seinen Rachefeldzug bei den dahin geklatschten Standardreden nicht so richtig abnehmen. Aber prinzipiell kann man auf die Unterhaltungen auch gut und gerne verzichten und sie einfach überspringen. Denn die Story verschwindet, trotz riesigem Potential durch den Vorgänger, im Durchschnittsnirwana. Das zeigt, dass sich die Entwickler erst um die Features gekümmert haben, welche neue Kunden anlocken und dann versuchten eine einigermaßen passende Story darum zu stricken. Wegen des nur mäßig erfolgreichen Sands of Time ist das zwar verständlich, wird aber viele Serienfans abschrecken.
Fazit: Prince of Persia: Warrior Within ist ein gelungenes Action-Adventure bei dem vorallem die verbesserten Kämpfe zu nennen sind. Die Atmospäre wird nicht so gut erzeugt wie im ersten Teil, hier fehlt eindeutig die Soundkulisse. Das Thema Motivation wird dieses Mal wahrlich groß geschrieben. Neben der nicht gerade kurzen Spielzeit von ca. 15 Stunden darf man sich an einigen versteckten Extras erfreuen. Dazu zählen Artworks, Videos und Waffen, die überall in den Levels verteilt sind. Außerdem darf man sich, je nach Ausgang, über einen speziellen Abspann freuen.
Die innovationslose, eintönige Story ohne Überraschungen dürfte dagegen viele Fans enttäuschen und lassen berechtigte Zweifel aufkommen, ob dieser Teil besser ist als sein Vorgänger. Auch wenn ich viele der neuen Features gut heiße, ist dies meiner Meinung nach nicht der Fall, denn gerade die Atmosphäre zählt bei solch einem Spiel und diese wurde hier leider nicht genug ausgearbeitet.
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