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Freitag, 17. November 2006 10:32
AnotherSixCent

ist eine Gladbacher Punkrockband, die schon eine ganze Weile im gesamten Rheinland unterwegs ist und die Clubs und Konzertsäle unsicher macht. Vor einem Jahr verlieh Lars durch seine verrauchte Stimme der Band neuen Charakter, und seitdem hat sich einiges bei den Vieren getan. Daniela Hommes-Wochau sprach mit Horti, Andrew, Peeth und Lars über die Veröffentlichung ihrer ersten EP.
Lars und Horti (v.l.n.r.)


Stadtmagazin: Wie würdet ihr den zu Fans Konvertierenden eure Musikrichtung beschreiben?
ASC: Wir machen melodischen, schnellen Punkrock mit Hardcore-Einflüssen.

Stadtmagazin: Lars, wovon handeln deine Texte, ich habe den Eindruck, die meisten sind sehr persönlich, ist das richtig?
ASC: Ja schon, meine Texte sind ziemlich auf mein Umfeld bezogen. Eigentlich so ähnlich wie ein Tagebuch. Wenn mich irgend etwas beschäftigt, versuche ich es in Worte zu fassen und über die Songs auszudrücken. Dabei kann es sich um Mädchen drehen oder um Freunde und Familie. Über Allerweltsthemen schreibe ich wenig. Ich will Leute, denen ich etwas zu sagen habe oder denen der gleiche Kram passiert, mit meinen Texten ansprechen.

Stadtmagazin: Wie kam es jetzt aktuell dazu, dass ihr die Chance habt eure EP "The Pardey's over" zu veröffentlichen?
ASC: Es ist nicht so, dass uns irgendwer die Chance dazu geboten hat. Wir haben die Sache mehr oder weniger selbst in die Hand genommen. Dabei bekamen wir Unterstützung von unserem Kumpel und Soundman, der sich auch bei unseren Shows um den richtigen Sound kümmert. Beim Mastering bekamen wir auch Hilfe. Natürlich wäre es noch besser, wenn wir die CD über ein Label vertreiben könnten, aber momentan läuft es so erstmal über unsere Homepage.

Stadtmagazin: Und, naja es gibt auch Bands, denen es reicht hier in den Clubs zu spielen, woher kam die Initiative für die eigene Platte?
ASC: Also, wir können uns kaum vorstellen, dass es Bands gibt, die keine eigene Platte aufnehmen wollen. Die Initiative kam also von jedem von uns selber und so hat auch jeder seinen Teil dazu beigetragen.

Stadtmagazin: Hat sich im Gegensatz zu euren bisherigen Songs auf der CD etwas musikalisch verändert?
ASC: Die Tracks sind abwechslungsreicher, melodischer und textlich ausgefeilter. Die Melodien vermitteln auf der einen Seite Spaß, wohingegen sich die Texte teilweise mit sehr ernsten Themen auseinandersetzen.

Stadtmagazin: Seit wann habt ihr euch der Musik verschrieben?
ASC: Eigentlich sehr früh...Jeder hatte schon vorher Erfahrung in anderen Bands gesammelt und irgendwann 2002 kam es zur ersten Formation von AnotherSixCent. Letztes Jahr stieß dann Lars zu uns, nachdem unser alter Sänger im Vorjahr wieder in seine Heimat Schottland zurück gekehrt war.

Stadtmagazin: Was würdet ihr als eure bisherigen Highlights beschreiben?
ASC: Krass heraus stechende Highlights gibt es eigentlich nicht. Es macht uns immer wieder Spaß loszuziehen und eine Show zu spielen. Das Geilste ist natürlich, wenn die Leute sich vor der Bühne ordentlich zermoshen, dass man nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Aber ein Highlight macht eher die Stimmung über den Abend hinweg aus. Die Band sind nicht nur wir, sondern eigentlich auch unsere Freunde, die immer dabei sind. Die machen letztendlich das Besondere für uns aus.

Stadtmagazin: Seid ihr mit euren Plänen für Promo-Gigs oder eine Tour schon durch?
ASC: Ja, die Planungen sind schon abgeschlossen. Zwischen Mitte Oktober und Ende Januar sind wir jedes Wochenende mit Dawsons Crack überall in NRW unterwegs. Hauptsächlich im Rheinland, mit ein paar Ausbrechern in den Pott.

Stadtmagazin: Gibt es eine Geschichte zu eurem Bandnamen?
ASC: Es hatte irgendwas mit Geld schnorren für Bier oder Döner zu tun, aber genau weiß das eigentlich keiner mehr von uns....

Stadtmagazin: Wie ist die Band entstanden?
ASC: Peeth, Horti und Andrew kannten sich schon vorher aus anderen Bands. Diese lösten sich dann irgendwann auf, und so kam es zusammen mit dem früheren Sänger Sande zur Gründung von AnotherSixCent. Nachdem Sande ausgestiegen war, fand eine Freundin einen von Lars ausgelegten Flyer in einem SkateShop. Er suchte zu der Zeit eine Band und wir einen Sänger. Am nächsten Abend standen schon die ersten zwei Songs, danach wurde feierlich Pizza gefressen.

Stadtmagazin: Was macht ihr neben der Musik und wie lässt sich die Musik mit euren Jobs vereinbaren?
ASC: Lars studiert und wir anderen haben alle feste Jobs. Wir investieren einen Großteil unserer Freizeit in die Band und die Musik. Es ist halt unser größtes Hobby und dafür nimmt man sich Zeit. Hätten wir nicht die Band würden wir den Rest des Tages nur unproduktiv auf dem Sofa rumhängen. Nachdem wir inzwischen alle Single sind, habe wir alle wieder viel mehr Zeit, ha ha ...

Stadtmagazin: Welche Ziele habt ihr euch für eure Zukunft gesteckt?
ASC: Unsere Ziele sind es erst unsere Aktien an die Börse zu bringen, um danach die Weltherrschaft an uns zu reissen, harrr. Wenn das nix wird, spielen wir einfach weiter Shows und bringen die Leute zum ausrasten.

Stadtmagazin: Hört ihr privat unterschiedliche Musik?
ASC: Ja, jeder hört eigentlich was anderes. Die Palette reicht von ruhigem Pop und Singer-Songwriter-Kram über Punk und Hardcore bis zu Hip Hop. Also eigentlich alles von Jack Johnson bis Prodigy, das kann man schlecht festlegen.

Stadtmagazin: Dann Danke schonmal für das Interview und...
ASC: Hey, wir möchten noch ein paar Leuten danken: Unseren Freunden und Familien, die immer hinter uns stehen und uns unterstützen, wo es nur geht. Besonders dem harten Kern, der uns durch die Gegend kutschiert, den Moshpit aufräumt oder unseren Kram schleppt, ihr wisst wer ihr seid...

Stadtmagazin: Dann viel Erfolg!


HD



Tourtermine:
13.10.2006 Kleve Radhaus
27.10.2006 Amern Brücke
03.11.2006 Kempen Campus
10.11.2006 Kamp Lintfort Kaliber
24.11.2006 Moers JZ Henri
25.11.2006 KevelaerKompass
01.12.2006 Übach Palenberg Rockfabrik
02.12.2006 M'gladbach Projekt 42
06.12.2006 Krefeld Kufa
16.12.2006 Haltern a.S. X-mas Festival
05.12.2006 Kaldenkirchen Baca
13.01.2007 Straelen JuCa
20.01.2007 M'gladbach KJG
27.01.2007 Aachen AZ


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