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Zickzack killt
Das Einstein-Projekt
Sciencefiction hat sich zu einem Nischenprodukt entwickelt, der Ruf des Genres ist eher schlecht. Kein Wunder, dass Verlage und Autoren es tunlichst vermeiden, auf die Cover ihrer Bücher den Begriff Sciencefiction zu setzen. Man sucht nach anderen Kategorien. Und so wird José Carlos Somozas Roman "Das Einstein-Projekt" als Thriller verkauft. Im Mittelpunkt seiner Handlung steht die junge Wissenschaftlerin Elisa, die weiß, dass sie auf der Opfer-Liste des Killers Zickzack steht. Der geheimnisvolle Killer tötet alle Mitarbeiter des Einstein-Projektes, an dem auch Elisa beteiligt gewesen ist. Das Problem: Im Einstein-Projekt haben sie und ihre Kollegen nichts anderes getan als einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Nicht im übertragenen Sinne, sondern real. Sie haben einen Weg gefunden, Bilder aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu projizieren. Nur ist irgend etwas schief gegangen. Und zumindest Elisa ist eines klar: Zickzack kann kein Mensch aus Fleisch und Blut sein.
Science heißt Wissenschaft. Sciencefictiongeschichten sind in ihrem Ursprung also Geschichten, die wissenschaftliche Fakten und Fiktionen miteinander in Einklang setzen. So wie Somoza dies gelingt. Sein Roman ist ein Sciencefiction-Thriller. Er beschreibt wissenschaftliche Ideen, in diesem Fall über die "Zeit", die er wiederum in einen dramatischen Kontext setzt, der zumindest teilweise in der Zukunft angesiedelt ist. Abgesehen davon, dass Somoza über die Geschwätzigkeit vieler SciFi-Autoren verfügt, fällt sein Buch mit 560 Seiten doch definitiv 100 Seiten zu dick aus. Etwas mehr Action, etwas weniger Dialoge, hätten der Geschichte gut getan.
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