Von der Staatsanwaltschaft erfährt Nicholas, dass der Mörder seines Sohnes nur das Aufnahmeritual einer Gang absolviert hat. Und nicht nur das: Aufgrund widersprüchlicher Tatbeschreibungen will die Staatsanwaltschaft der Verteidigung einen Deal anbieten: Totschlag statt Mord, dafür ein Schuldeingeständnis. Vor Gericht nämlich, bekommt Nicholas erklärt, bestehe die Chance, dass die Verteidigung Lücken in Nicholas’ Beschreibung des Tathergangs feststelle – und dann könne der Mörder sogar straffrei ausgehen. Nicholas zieht daraufhin seine Aussage zurück, der Mörder seines Sohnes kommt frei – und Nicholas übt Selbstjustiz. Das an sich simple Rachedrama lebt von Kevin Bacons außergewöhnlicher Darstellung. Nicholas ist nicht nur ein verzweifelter Vater, er ist eine durch und durch finstere Persönlichkeit. Im Umfeld einer durchschnittlichen Mittelstandsfamilie existierte diese Persönlichkeit im Verborgenen. Mit dem Tod des Sohnes übernimmt jedoch die Bestie die Führung über Nicholas. Damit setzt dieser eine Spirale der Gewalt in Gang, die sich nicht mehr umkehren lässt. (ca. 20 Euro)