Das lässt er zumindest die Öffentlichkeit glauben. Allein Staatsanwalt Oh Jin-woo bezweifelt diese Wandlung. Nachdem Informationen seiner aktuellen Ermittlungen gegen Yu in den Händen des Paten landen, holt er als Unterstützung den Polizisten Jang Do-young in seine Abteilung. Der gilt zwar als Unruhestifter und unzugänglicher Einzelgänger – aber auch als absolut unbestechlich. Leider verschweigt er dem Staatsanwalt, dass er den Job nur annimmt, um Rache zu üben – denn Yu hat seinen Halbbruder, einen harmlosen Kleinkriminellen, ermorden lassen. Da niemand von diesem Halbbruder weiß, nutzt Jang seine neue Position, um seine eigene Vendetta umzusetzen. Running Wild ist ein typischer südkoreanischer Gangsterfilm: geradlinig in seiner kompromisslosen Umsetzung, unbarmherzig im Umgang mit seinen Figuren. Ein Film mit Tiefgang – und Härten. (ca. 144 min, ca. 16 Euro)