Für die Musikredaktion der FAZ ist es gar "die beste Platte von BAP seit etlichen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten." Und die AP schrieb über Niedeckens Bandkollegen: "Noch nie eine so gute Besetzung." Auf ihrer gleichnamigen Tour gaben BAP – die sich trotz aller (personeller)Wandlungen stets musikalisch treu blieben - gestern Abend (18.3) erst zum zweiten Mal in ihrer 33-jährigen Bandgeschichte einen Gig in Krefeld. Nach dem Seidenweberhaus (1982) hieß die die Station heuer KönigPalast, der mit gut 3500 Freunden purer, handgemachter Rockmusik stimmungsvoll gefüllt war. Die Rahmenbedingungen stimmten also, als Multitalent Niedecken und seine fünf Bandkollegen gegen 20 Uhr auf der imposantesten Innenbühne am linken Niederrhein loslegten...
Obwohl sie in "kölschem" Dialekt singen, gehören BAP seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Bands Deutschlands, bei deren Lieder jeder Anhänger im deutschsprachigen Raum zumindest die Refrains mühelos mitsingen kann, was auch in der spätestens bei den Zugaben aufkommenden Gänsehaut-Atmo im KöPa nicht zu überhören war. Bereits beim aufbrandenden Jubel nach BAPs Opener war klar: die musikalische Zeit der Jungs da oben on stage ist entgegen Unkenrufe mancher Berufsnörgler noch lange nicht vorbei. Man merkte der Band vom ersten Song bis zur letzten Zugabe den ungebremsten Spaß an ihrer Profession an. Hörte das Herzblut durch ihre hier heiter-besinnlichen da fetzenden und mit wohldosierten Gitarrensolis aufgebrezelten Liedern rauschen.