"Ich liebe gute Popmusik", gibt der gebürtige Belgier Wouter De Backer zu. Als Kind zog er mit seinen Eltern nach Australien, und nun kehrt er von dort mit seinem ersten Longplayer nach Europa zurück. In Down-Under ist der Sänger, Musiker und Produzent unter dem Pseudonym Gotye längst ein kleiner Star, denn seine selbstproduzierten Alben kletterten in die Charts und er selbst heimste einige Musik-Preise ein. Nun kommt erstmals Sound von ihm offiziell zu uns in den Gehörgang und dank seiner wirklich äußerst ergreifenden Popsprache müsste es eigentlich mit dem Teufel zugehen, wenn Gotye nicht auch hier zu dem Newcomer der Saison avancieren wird. Dass seine Musik komplett auf Samples und nur einigen von ihm selbst eingespielten Instrumenten basiert, ist nicht zu merken. Vielmehr klingt sein manchmal an Beck erinnernder Soulpop wie von einer Band eingespielt, die nach oben will und dabei keine Lust hat, schlechte Musik zu spielen. Großer Pop, dessen Verfallsdatum nicht zu errechnen ist.