Unprätentiös und dennoch ganz schön eindringlich wirken sie, die Songs des Schotten James Yorkstone. Ein wenig erinnern sie an die tragische, romantische Atmosphäre der Kompositionen des britischen Folkhelden Nick Drake. Allerdings in Version 2.0. Denn mit Hippieromantik hat Yorkstone nichts am Hut. Er singt Lieder mitten aus dem Leben, oft spärlich instrumentiert mit zurückhaltendem Schlagzeug, Piano, Geige und immer getragen von einem zurückhaltenden Akustikgitarrenspiel. Seine Stimme ist dabei näher am Sprechgesang als am klassischen. Ein charmanter Singer/Songwriter, dem es augenblicklich wie keinem Zweiten gelingt, das klassische Songformat frisch zu variieren, ohne dabei vom Ansatz her wirklich Neues zu leisten. Musik vom Herzen für Herzen, die sich nach Wärme sehnen und unbedingt von einem guten Freund lieb gehalten werden möchten.