Irgendwie scheinen zum Ende des Sommers die Plattenläden von guten individuellen Popalben nur so überschwemmt zu werden. Auch Parade, das unglaublich bezaubernde erste Album der Japanerin Miko, zählt zu jenen Veröffentlichungen, die das Leben mit ihrer Leichtigkeit lockerer machen. Mit Klavier, Synthesizer, Gitarre, Sampler und einer samtig luftigen Stimme verzaubert sie durch Musik, die träumerische Atmosphäre heraufbeschwört. Manchmal erinnert sie an die lieblichen Momente von Bands wie My Bloody Valentine. Auch Lali Puna, Animal Collective oder Múm können zu ihren musikalischen Verwandten gezählt werden. Allerdings hat keine hier aufgezählte Referenz nur annähernd so viel verträumte Liebenswertigkeiten am Stück zu bieten. Musik für Momente, in denen entweder alles richtig ist im Leben oder alles schöner werden soll. Warm, bezaubernd und trotz zeitweiliger Melancholie ungemein erheiternd.