Nach eher mittelmäßigen Soloalben meldet sich der amerikanische Superproduzent Pharrel Williams mit seiner Band N*E*R*D zurück. Und das nicht minder unspektakulär. Denn selbst wenn die neuen Songs des Trios ausgefuchst, facettenreich und unvorhersehbar sind: früher klangen sie frischer. Im Gegensatz zu Williams‘ gemeinsam mit Chad Hugo betriebenen Projekt Neptunes ist die Musik weniger im HipHop als vielmehr im trickreich produzierten Pop anzusiedeln. Und damit ihre mal rockigen, mal balladesken Stücke auch im Ohr kleben bleiben, singt Williams verführerische Refrains und wechselt spielend zwischen Rap und Gesang. Aber selbst wenn N*E*R*D heute im Vergleich zu früher nicht mehr so innovativ die Charts aufmischen: ihr Pop ist trotzdem ein einmaliges Qualitätssiegel für einen Mainstreamsound, der nicht nach einer musikalischen Power-Point-Präsentation klingt.