Wenn man das neue The Streets-Album hört, dann kann man schon ein wenig neidisch sein auf Großbritannien und seine in der Gesellschaft massiv verankerte eigene Spielart von Popkultur. Schließlich hat sie jemanden wie Mike Skinner hervorgebracht, einen Künstler, der einzigartig an der Schnittstelle zwischen künstlerischem Anspruch und catchy Massenwirksamkeit einsam seine Bahnen zieht. Und das nicht zuletzt, weil er sie bis in den letzten Winkel studiert hat, die britische Popkultur. Das merkt man seinen scharf beobachtenden Texten und seiner gewieften Art, überwältigende Songs zu schreiben, an. Diesmal klingt er freundlicher, lebensbejahender als je zuvor. Und das, obwohl er nicht nur positive Dinge in seinen wie immer lyrisch grandios gestalteten Texten umkreist. Verpackt werden diese von einprägsam groovender Musik, die Pop durch die Beatmaschinen des Underground schleift und in völlig eigener Art wieder ausspuckt. Ein Album voller Hits, bepackt mit doppelbödigen Geschichten und Beats, die einen ganz schnell ganz heftig in Gefangenschaft nehmen.