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Hermann Haverkamp - Wasserball-Olympiateilnehmer, Co-Trainer der Wasserball-Bundesligamannschaft in Uerdingen und seine Frau, Wiltrud Urselmann Silbermedallien-Gewinnerin bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom, ehemalige Weltrekordhalterin, deren Talent im Stadtbad Neusser Str. entdeckt wurde, unterzeichneten ebenfalls. Anne Poleska, welche vom siebten bis zum elften Lebensjahr regelmäßig hier ihre Schwimmrunden drehte, betonte, daß es sich beim Schwimmen um eine der der schönsten und vor allem gelenkschonendsten Sportarten handelt, und das es doch optimal ist, wenn man dieser in der krefelder Innenstadt nachgehen kann. Wiltrud Urselmann uns Hermann Haverkamp schlossen sich dieser Menung an und erzählten aus krefelds Schwimmsport-Geschichte in den frühen Sechziger Jahren.
Hinter der Unterschriften-Aktion steht die Iniitiative Bürgerentscheid Pro Stadatbad Neusser Str.
Es geht nicht darum, in Krefeld Bauvorhaben zu verhindern. Das denkmalgeschützte Stadtbad mit seiner einzigartigen Jugendstil-Architektur, welches den 2 Weltkrieg unbeschadet überstanden hatte, soll in seinem jetztigen Zustand erhalten bleiben, bis sich ein geeigneter Investor gefunden hat, der dort Schwimmen und Wellness ermöglicht. Daß soll möglichst innerhalb von 2 Jahren geschehen, solange müßte die Instandhaltung (ca. 50.000 Euro pro Jahr) aus Haushaltsmitteln der Stadt Krefeld finanziert werden. In Köln, Düsseldorf und vielen anderen Städten gab es ähnliche Fälle, in denen vergleichbare Bäder in lukrative Wellness-Oasen umgebaut wurden. "Pressemeldungen, es habe keine Bebauungsvorschläge gegeben, die eine Bädernutzung beinhalten, seien einfach falsch" sagte Jörg Meuther von der Bürgerinitiative.
7196 Unterschriften werden benötigt, um einen Bürgerentscheid zu bewirken, das heißt, die Krefelder Bürgerinnen und Bürger könnten sich dann an der Wahlurne für oder gegen die künftige Nutzung des Stadtbades Neusser Straße entscheiden. Bei der derzeitigen Stimmungslage unter den krefelder Bürgern dürfte es kein Problem sein, soviel Unterschriften zu bekommen.
Wer sich über die Aktionen der Initiative Bürgerentscheid genauer informieren möchte, kann dies im internet unter stadtbad-krefeld.de Hier steht die offizielle Unterschriftenliste zum Download bereit. Desweiteren kann man demnächst an Infoständen am Neumarkt und in der Fußgängerzone sowie in zahlreichen krefelder Lokalitäten unterschreiben.
Sollte die Initiative keinen Erfolg haben, wird sich die Stadt wahrscheinlich für den Bau des Kaiserbad-Centers entscheiden, d.h. anderthalb Jahre Großbaustelle entlang der Neusser Straße vom Südwall bis kurz vor dem Hansa-Centrum, das Stadtbad bliebe nur teilweise erhalten, Schwimmen wäre dann nicht mehr möglich, stattdessen gäbe es neue Ladenlokale auf einer Gesamtfläche von 18.000 Quadratmetern, Ein 80-Millionen Euro teures Projekt getragen von Joachim Tenkhoff und Wolfgang Theisen. Angesichts zahlreicher, leerstehender Ladenlokale drängt sich die Frage auf, ob Krefeld überhaupt noch neue Ladenlokale braucht?
Einen weiteren Stadtmagazinbericht mit aktuellen Innenansichten des Stadtbades und einer Beschreibung der geplanten Baumaßnahmen finden Sie hier.
Historische Bilder und geschichtliches Wissen zum Thema gibt es auf der Internetpräsenz der Wirtschaftsförderungsgesellschaft
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