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Politik sponsert ECE
Für normale Menschen gilt der Grundsatz: Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch! Anders beim global-player ECE. Die Entscheidung von ECE, sich in Mönchengladbach anzusiedeln, wollen CDU, SPD, FDP mit ca. 15 Millionen EURO aus dem städtischen Haushalt fördern. Das notwendige Geld soll kurzfristig über neue Schulden aufgebracht werden. Mit den städtischen Geldern sollen neue Straßen gebaut, vorhandene um- und ausgebaut werden. Gleichzeitig fehlt der Stadt das Geld unter anderem bei der Instandhaltung und Sanierung der Schulen im Stadtgebiet oder den Straßen und Radwegen in den Bezirken.
Für ECE sollen Hauseigentümer und Mieter die Zeche zahlen
Weil nichts so schnell Geld in die leere Stadtkasse spült wie die Erhöhung von Steuern und Beiträgen, beabsichtigen die politischen Wortführer, für die Ansiedlung von ECE in Mönchengladbach die Grundsteuer B zu erhöhen. Für HausbesitzerInnen führt diese Steuererhöhung zu Kostensteigerungen. Bei MieterInnen bewirkt eine Anhebung der Grundsteuer B höhere Mieten. Dies gilt auch für Geschäfte und Gewerbeimmobilien.
Für ECE sollen Familien mit kleinen Kindern zur Kasse gebeten werden
Damit die Bezirksregierung den städtischen Haushalt mit den millionenfachen Ausgaben für ECE genehmigt, sollen neben der Grundsteuer B auch die Kindergarten-Beiträge in Mönchengladbach ab 2007 erhöht werden. Höhere Kindergarten-Beiträge treffen vor allem junge Familien mit Kindern. Und zum 1.1.2007 steigt zudem die Mehrwertsteuer von bisher 16% auf 19%.
ECE und seine politischen Befürworter müssen sich fragen lassen
Warum sollen eigentlich die Bürgerinnen und Bürger in Mönchengladbach die für eine Ansiedlung von ECE in der Mönchengladbacher Innenstadt erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen für ECE über die Erhöhung der Grundsteuer B und die Kindergarten-Beiträge bezahlen?
ECE kannibalisiert den Einzelhandel
Schon jetzt stehen in den Innenstadtbereichen viele Geschäfte leer. Jetzt kommt ein von ECE bezahltes Gutachten zu dem Ergebnis, dass durch die Ansiedlung eines 30.000 qm großen ECE Shopping-Centers in der Mönchengladbacher Innenstadt z.B. der Einzelhandel in Rheydt 10 % seines bisherigen Umsatzes verlieren wird. Im Bereich des Angebots Schuhe, Kleider, Leder beträgt der prognostizierte Umsatzrückgang über 14 %. Das ECE Groß-Einkaufscenter gefährdet die Existenz unseres gewachsenen Einzelhandels in Mönchengladbach und Rheydt, aber auch in den Außenbezirken.
ECE verödet die Innenstädte
Kein Zweifel, ein von ECE betriebenes Shopping-Center wird sicherlich funktionieren. Aber was ist mit anderen Geschäften? Schon heute nimmt Mönchengladbach mit fast zwei Quadratmeter Einzelhandelsfläche pro Kopf im bundesweiten Vergleich mit über 500.000 qm einen Spitzenplatz ein. Bei einer Ansiedlung von ECE wird diese Fläche nochmals um 30.000 qm wachsen. Die Kaufkraft der Bevölkerung lässt sich nicht beliebig ausdehnen. Bei sinkenden Masseneinkommen ist die Entwicklung absehbar: noch mehr Insolvenzen , noch mehr Arbeitslose. Und für Rheydt wird nach ECE nur noch der Nahversorgungsbereich bleiben. Riesige Einkaufszentren wie das ECE zerstören bestehende Strukturen, besonders im Kern der Städte. Folge: die innerstädtischen Strukturen werden zertrümmert, die mittleren und kleineren Betriebe sind die Opfer.
ECE lässt die Blechlawine rollen
ECE wird eine enorme Zunahme des Straßenverkehrs in MG nach sich ziehen, d.h. noch mehr Lärm, noch mehr Abgase in unserer Stadt. Im Bereich der Steinmetzstr. soll der Verkehr von bisher ca. 20.000 täglich auf 25.000 PKW steigen. Ein 30.000 qm ECE Einzelhandelszentrum in der Mönchengladbacher Innenstadt geht mit täglichen Anlieferungen großer Warenmengen durch LKWs einher. Diese Entwicklung wird den Lastkraftwagenverkehr in der Mönchengladbacher Innenstadt deutlich steigern (Feinstaub!). Ja, und wenn die Ladenschlusszeiten in NRW fallen, können diese Verkehrsmassen an sechs Tagen in der Woche rund um die Uhr die Mönchengladbacher Innenstadt beleben.
ECE vertreibt bürgernahe Verwaltungen aus der Innenstadt
Zeitgleich mit der Absicht des Hamburger Handelskonzerns ECE, im Bereich Steinmetzstr. / Viersener Str. / Hindenburgstr. in der Mönchengladbacher Innenstadt ein 30.000 qm Einzelhandelszentrum zu errichten, erklärt das Finanzministerium des Landes NRW, die beiden Finanzämter aus der Innenstadt Rheydts und Mönchengladbachs in den Nordpark zu verlegen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies zukünftig lange Fahrtzeiten. Den beiden Innenstadtbereichen wird die Kaufkraft von ca. 400 Beschäftigten entzogen.
ECE schleift die Kultur
Immer wieder hat der Stadtrat für den Planungsbereich des alten Schauspielhauses drei Säulen als Planungsziele beschlossen: Gastronomie, Einzelhandel und Kultur. In den von ECE vorgelegten Bauplänen ist von der Säule Kultur nichts mehr zu erkennen. Vielleicht reduziert sich ja für den Einkaufsriesen Kultur auf einkaufen gehen. Das Selbstwertgefühl der Menschen in Mönchengladbach definiert sich aber nicht über ein Einkaufszentrum. Wir wollen keine Amerikanisierung unserer Städte, kein Diktat der Großplaner.
ECE verfügt über Medienmacht
Mit ECE betritt ein Handelsriese die Mönchengladbacher Bühne, der in seiner wirtschaftlichen Stärke alles andere in den Schatten stellt. Ein 30.000 qm großes ECE Shopping-Center, das unter seinem Dach eine Vielzahl potenter Markenartikler vereinigt, verfügt zwangsläufig über einen großen Werbeetat. Über Anzeigenmacht lassen sich örtliche Medien, aber auch die öffentliche Meinung und die Politik beeinflussen.
ECE ein nimmersatter Flächenfresser
Die Stimmen, die sagen, damit leben zu können, dass ECE nach Mönchengladbach kommt, denen aber lediglich 30.000 qm Verkaufsfläche zuviel sind, scheinen das Konzept des Hamburger Handelsriesen nicht zu verstehen. Shopping-Center in der Form wie auch ECE sie repräsentiert sind nimmersatte Flächenfresser, die keinen Stillstand kennen und immer auf dem Sprung zu weiterer Ausdehnung sind. Wenn die politischen Weichen zugunsten eines riesigen ECE Einkaufszentrums einmal gestellt sind, gibt es kein zurück mehr. Keiner kann sicher sein, dass ECE sich mit 30.000 qm Verkaufsfläche zufrieden geben wird. Deshalb sollten sich auch die, die den Berggarten jetzt gesichert glauben, nicht in allzu großer Sicherheit wiegen. In ein paar Jahren kommt dann der Antrag auf Erweiterung der Fläche in Richtung Berggarten, dann eben nicht von unten aus Richtung Flieth- und Lüpertzender Straße sondern aus Richtung Hindenburgstraße.
ECE ist keine Job-Maschine
Die politischen und medialen Befürworter eines riesigen Einkaufszentrums in der Mönchengladbacher Innenstadt werden nicht müde, die von ECE auf 100 Millionen EURO bezifferte Investition zu bejubeln. Wird diese Investition zu einer positiven Belebung für das heimische Handwerk und die Bauwirtschaft führen oder gar die Arbeitslosigkeit in Mönchengladbach spürbar beeinflussen? In Klagenfurt, wo ECE jüngst ein 27.000 qm großes Einkaufszentrum einweihen konnte, wurden auf der Baustelle scheinselbstständige polnische Arbeiter eingesetzt, die für fünf bis sechs Euro die Stunde arbeiten (www.klagenfurt.ws).
Darum sagen wir Bündnis 90/Die Grünen "Nein" zum ECE-Projekt in Mönchengladbach
Wenn auch Sie Nein sagen wollen:
Sprechen Sie Ihre Direktkandidatin/Ihren Direktkandidaten an!
Schreiben Sie Leserbriefe an die örtlichen Medien!
Sprechen Sie mit BürgerInnen in Siegen oder Hamm, dort gelten die bereits errichteten ECE Shopping-Center als Musterbeispiel für eine verfehlte Stadtentwicklung!
Informieren Sie sich im Internet unter (www.klagenfurt.ws)!
Weitere ausführliche Informationen zu den Auswirkungen eines ECE- Groß-Einkaufszentrums in Mönchengladbach finden Sie im Internet auf: www.gruene-mg.de!
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