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Bundes- und landesweit sind die Vertreter dieser Auffassung deutlich in der Minderheit. Bei einer Urabstimmung hat es mehr als 80 Prozent Ja-Stimmen für die Kandidatur von WASGlern auf der Liste der Linkspartei gegeben. Noch größere Zustimmung gab es für einen zweijährigen Diskussionsprozess, der zu einem Zusammenschluss beider Parteien führen soll.
Bündnisgegner in MG haben knappe Mehrheit
In Mönchengladbachs WASG knirscht und kracht es aber. Die Bündnisgegner haben nur eine sehr knappe Mehrheit. Entsprechend turbulent verliefen die letzten Mitgliederversammlungen. Erstaunlich allerdings vor diesem Hintergrund, dass die WASG-Versammlung am 20. Juli Bernhard Clasen als Direktkandidaten mit Mehrheitsvotum dennoch unterstützt hat.
Eklat um neue Mitglieder
Zum Eklat kam es dennoch. Am 10. August hatten zwei Mitglieder der Wählerinitiative Pro Linkspartei, Walter Jost und Hartmut Wessels, Aufnahmescheine für die WASG abgegeben. Beide Anträge auf Parteiaufnahme wurden ohne Begründung von der Mehrheit des Kreisvorstands - gegen das Votums des Kreisvorsitzenden Kriege - abgelehnt. Das führte zu einem Misstrauensantrag gegen den Vorstand, der an einer Stimme scheiterte.
"Undemokratisches Verhalten"
Jost, der gegen die Ablehnung Einspruch beim Landesvorstand eingelegt hat, bezeichnete das Vorgehen - wie auch andere Mitglieder - als "un- und antidemokratisch". Das sei auch mit den Positionen des "Leverkusener Kreises", der sich gern als basisdemokratisch sieht und Nähe zu sozialen Bewegungen betont, unvereinbar. Die hiesige WASG habe das Kunststück vollbracht, die Initiatoren der Mönchengladbacher Montagsdemonstrationen auszugrenzen. In der örtlichen WASG sind in nächster Zeit sicherlich noch Auseinandersetzungen und deutliche politische Kurskorrekturen zu erwarten.
- Harri Krischner
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