Salzhaltige Quellen, die schon von steinzeitlichen Jägern 2000 v. Chr. genutzt wurden und außergewöhnlich salzige geologische Verhältnisse auf dem Dürrnberg machen deutlich, dass man in Hallein um das Thema Salz nicht herum kommt.
Andererseits ist die Stadt mit der Geschichte der Kelten 600 v Chr. eng verbunden, als der Abbau von Kernsalz hier begann und sich die Talsiedlung in prähistorischer Zeit zu einem wirtschaftspolitischen Zentrum ersten Ranges entwickelte.
Später erwirtschafteten hier die Erzbischöfe über Jahrhunderte mehr als die Hälfte ihrer gesamten Einkünfte, die die Grundlage für den Reichtum und die Schönheit der Residenzstadt Salzburg bedeutete. Nach der Niederlage im Salzkrieg gegen die Bayern und der brutalen Vertreibung der Protestanten in den Jahren 1731/32 gehörte Hallein zum Erzbistum Salzburg, das nach dem napoleonischen Kriege im frühen 19. Jhdt. seine Eigenständigkeit an mehrere Landesherren verlor und schließlich 1816 endgültig dem Habsburgerreich zugesprochen wurde.
Der einseitig auf das Salzwesen ausgerichteten Ökonomie der Stadt Hallein versuchte man in der 2. Hälfte des 19. Jhdts. zunehmend mit neuen Betriebsansiedlungen entgegen zu wirken. Ein Zementwerk, eine Zigarren- und Papierfabrik sorgten für Beschäftigung bis schließlich 1989 mit der Schließung der Saline und der Einstellung der Soleproduktion auf dem Dürrnberg eine jahrtausendalte Wirtschaftstradition ihr Ende fand.
Nun bleiben Kunst und Kultur, die in den zurückgelassenen Industriestätten beachtenswerte Angebote machen. Nicht nur die Salzburger Festspiele nutzen die Gebäude auf der Perner Insel, auch die internationale Sommerakademie und das Halleiner Kulturforum sorgen für kulturelle Belebung, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung findet. Die archäologische Betreuung wird seit dem Jahre 1985 vom Österreichischen Forschungszentrum Dürrnberg wahrgenommen um z.B. Im Keltenmuseum die neuesten Grabfunde zu präsentieren.