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Doch weder der damalige Trainer Hans Meyer, der Eberl zum Punkt geschickt hatte, noch Eberl selbst mussten den Zorn der Fans fürchten. Erstens, da das Spiel de facto bereits gewonnen und der Aufstieg damit perfekt war, und zweitens, da die Anhängerschaft ein feines Gespür dafür hatte, dass Max Eberl zwar nie ein großer Fußballkünstler war, aber ein ganz großer Teamplayer, der für seine Mannschaft immer alles gab - wenn es sein musste bis zur totalen körperlichen Erschöpfung.
Nachdem Eberl seine aktive Zeit beendet hatte, blieb er dem Verein erhalten. Er wechselte ins Management und begann Borussias Jugendarbeit zu professionalisieren. Die ersten Früchte, die Eberl dereinst säte, hat Borussia bereits geerntet: Marcel Jansen, Eugen Polanski, Marko Marin oder Tobias Levels sind Spieler, die dem neuen Fohlenstall bereits entwachsen sind. Fabian Bäcker und Patrick Herrmann sind die aktuellen Youngster, die sich derzeit ihre ersten Bundesliga-Meriten verdienen, was Eberl, der nun als Direktor für den gesamten sportlichen Bereich verantwortlich ist - in seiner ihm eigenen (Team-)Art nicht nur auf sein Konto buchen mag. So sagte er am Tag, nachdem Bäcker und Herrmann gegen den VfL Bochum ihr Bundesliga-Debüt gegeben hatten: "Ich habe schon Roland Virkus, unseren Nachwuchsdirektor, angerufen und ihm gratuliert, dass es wieder zwei Jungs aus unserem eigenen Stall in die Bundesliga geschafft haben."
Eberl ist zu verdanken, dass kontinuierlich, konstruktiv und strategisch ein neues Team aufgebaut wurde, nachdem er zunächst mit der erfolgreichen Rückholaktion "Meyer" im vergangenen Winter das Schlimmste für den Club - den Abstieg - vermieden hatte. Mit den belgischen Defensivspezialisten Dante und Bailey hatte er gleichzeitig die Pfeiler für die notwendige Stabilität hinten geholt. Mit Marin, den er noch als Jugendkoordinator aus Frankfurt nach Gladbach gelotst hatte, hatte er einen Rohdiamanten verpflichtet, der inzwischen für gutes Geld an die Weser wechselte. Die dadurch entstandene Kreativlücke schloss er mit den Verpflichtungen Reus und Arango gleich doppelt. Mit Reus gelang ihm dann gleich wieder eine sehr überzeugende Lösung. Die geringe Ablöse und die überragenden Leistungen des Ex-Ahleners ließen ihn zum Top-Neuzugang avancieren. Eberl zeigte wieder einmal, dass sich kontinuierliches Scouting im Team bezahlbar macht.
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