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In der Bundesliga in Österreich spielen (nach Tabellenstand): Salzburg, Mattersburg, Ried, Pasching, Austria, Rapid, Tirol, Altach. GAK, Sturm Graz. Man spielt in dieser höchsten Liga 40 Runden. Da ist der der Wahn eine Wonne und der Ball wird eckig, denn pro Saison spielt da jeder gegen jeden gleich 4 mal. Das ist Brutalität am Zuschauer. Das dazu in Salzburg dann noch zwei des Deutschen nicht Mächtige kommen, die auf die Namen Trappatoni und Matthäus hören, macht Red Bull zwar Flügel, aber Salzburg keine Ehre.
In einer Kulturerbestadt macht der Herr Trapattoni den Mund auf und sagt: "Ich bin Profi über Physiologie. Ich binne Profi über Physiologie 30 Jahre, 21 Erfolg. Haben Punkte 16 Vorsprung in Meisterschaft. Bewiesen oft gehen 90 Minuten. Haben Kraft für 90 Minuten. Diese Leute verstehen gar nicht über Trainung. Schreiben, kritisieren über Systeme diese training. Ich haben 21 Erfolg. Basta. Immer bla,bla,bla. Wir sind Führung in Tabelle mit diesem Systema." Red Bull verleiht anscheinend nicht nur Flügel sondern erzeugt auch im Kopf wo Mund ist, Plemplemdeutsch!
Dabei hat sich der Dosenmilliardär Matteschitz grad den österreichischen Eishockeymeistertitel mit Red Bull Salzburg einverleibt. Dem folgt der österreichische Fußballmeistertitel mit Red Bull Salzburg, denn zwischen dem zweiten Mattersburg (41 Punkte) und Red Bull Salzburg (55 Punkte) klafft jetzt, zehn Spiele vor Ende der Saison, ein Punktunterschied von 14 Punkten.
Operette so was?
Igitt, das ist höchstens Langeweile, aber die kann der österreichische Fußball überwinden, durch andere Aussagen: "Wir müssen schnell weg von den Gerichtssälen und uns wieder auf den Fußball konzentrieren. Dazu brauchen wir eine saubere Liga" sagt der Bundesliga-Vorstand Georg Pangl, als wäre er Vorsitzender der Straßensäuberer.
In dieser Saison 2006/07 sind in der österr. Bundesliga zwei Vereine pleite gegangen – Sturm Graz und der GAK (Grazer Athletik Klub). Dass die Stadt Graz für beide Vereine eine Ausfallshaftung in Millionenhöhe übernommen hat zeigt, wie wenig Kommunalpolitik über Fußballverstand verfügt. Ex-MG-OB Monika Bartsch hat wenigstens nur am Bökelberg die Heimspiele besucht – auch das hat geschadet: der nun feststehende Abstieg im Borussia-Park könnte drauf zurückzuführen sein!
Zu einer dieser Pleiten kommen wir noch.
Doch zunächst noch etwas zum Alltagsgeschäft in der österreichischen Bundesliga. Pasching - ein Vorort von Linz - steht in der Bundesliga derzeit auf dem 4. Platz. Jörgl Haider, ein nationaler Fußballspezialist und Landeshauptmann von Kärnten, will nun seinen FC Kärnten, der in der zweithöchsten Fußballliga Österreichs im Mittelfeld das Tor zu selten trifft, in die erste Bundesliga "einkaufen" und winkt mit Geld, mit dem er Pasching die Bundesligalizenz abkaufen will. Das Nationale weiß, dass alles käuflich ist und so regiert, wie sich das gehört, das Geld die Fußballwelt. Das ist überall so - nur in Österreich besonders stark ausgeprägt!
Zwar wird in Österreich auch vor Lizenzerteilung die wirtschaftliche Kraft der Vereine geprüft, aber was nützt denn so was, wenn in den Vereinen das Balltretpersonal mit doppelten Verträgen ausgestattet wird. Ein Beispiel: Im Sommer 2004 hält ein Bundesligaverein vertraglich mit einem prominenteren Neuzugang unter "Vertragspunkt III Bezüge" fest: "Dem Spieler gebührt ein monatlicher Grundbezug (Fixum) in Höhe von brutto Euro 5000 (…) 14–mal jährlich". Das sind nach Adam Riese insgesamt 70.000 EUR vor Steuer. Prämien gibt es, je nach Stand in der Tabelle bis zu 100.000 EUR und für den Meistertitel 150.000 EUR. Dann heißt es weiter: "Die Beträge verstehen sich als Nettobeträge, alle Abgaben und Steuern werden vom Verein getragen."
Damit man sich beim Nachrechnen einigermaßen zurecht findet - in Salzburg spielt Red Bull und hat als Spitzenbesuchszahl bei Heimspielen etwa 15.000 ZuschauerInnen. Bei Austria Wien "drängen" oft kaum 4000 Damen&Herren&Hools ins Horr-Stadion!
In Wirklichkeit aber ist dieser Vertrag eine Fata Morgana des österr. Profifußballs. Der echte Nebenabsprachevertrag garantiert dem Spieler ein Nettogrundeinkommen von 150.000 EUR pro Jahr und auch die Platzierungsprämien sind viel höher. So verdient der Balltreter im Jahr etwa 300 000 EUR netto. Bei einem Kader von 20 Spielern sind das sechs Millionen Euro die dank Nebenabreden anfallen. Die sind bei den Zuschauerzahlen und klammen Sponsoren kaum finanzierbar. Also werden Wirtschaftszahlen nicht nur für die Lizenzvergabestelle der Bundesliga gefälscht, auch das Finanzamt wird an jener Nase herumgeführt, an der Tanzbären einen Ring eingezogen bekommen.
Experten gehen davon aus, dass es insgesamt nur vier Vereine in der österr. Bundesliga gibt, die einigermaßen korrekte Wirtschaftszahlen nachweisen können. Tirol, Salzburg und in Wien die Austria und Rapid. Rapid allerdings soll, Eurofighterkauf hin&her, von EADS auch Kohle bekommen haben. Rapids Präsident Edlinger war früher mal Finanzminister und ist noch immer Mitglied der SPÖ (Sozialistische Partei Österreichs). Ist da nicht nur "Fliegen" schöner?
Im Jahre 2008 soll in Österreich/Schweiz die Fußball Europameisterschaft stattfinden. Als Gastgeber darf die Mannschaft von Österreich die Vorrundenspiele mit bestreiten. Ob es dabei bleibt, ist fraglich, denn der GAK (Grazer Verein derzeit in Konkurs) hat einem Spieler insgesamt 300 000 EUR Gehalt nicht bezahlt, die UEFA hat daraufhin Sanktionen gegen den GAK eingeleitet. Die akzeptiert der Verein nicht! Nun stellt sich die Frage ob - mal wieder - das Lied "Immer wieder, immer wieder…Österreich" einen ganz neuen Sinn bekommt. Weil, wer nicht mitspielt, weil er nicht unter den Tisch kehren kann, den bestraft das Leben.
Welches?
Das Fußballerische!
Abpfiff!
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