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Ein Desaster solchen Ausmaßes muss selbstverständlich Folgen haben. Die Konsequenzen, die jetzt gezogen werden müssen, sind entweder personeller oder taktischer Natur. Das werden die nächsten Tage zeigen.
Die Mannschaft hat als Ganzes versagt, man keinen Einzelnen für diese erbärmliche Vorstellung verantwortlich machen. Der Trainer wird sich am Samstag gewünscht haben, elfmal und nicht nur dreimal wechseln zu dürfen.
Es ist keine Schande, in Stuttgart gegen den Deutschen Meister von 2007 zu verlieren. Aber doch nicht 7 zu O! Kein Bundesligist darf sich dermaßen abschießen lassen. Mönchengladbach ist momentan mit sage und schreibe 15 Gegentoren in nur vier Spielen die Schießbude der Liga.
Die ansonsten starke Innenverteidigung aus Dante und Brouwers zeigte bisher ungekannte Schwächen. Gladbachs Mann zwischen den Pfosten, Logan Bailly, hatte ebenfalls einen schwarzen Tag. Er muss einige der Gegentreffer auf seine Kappe nehmen. Durch kleine aber entscheidende Unachtsamkeiten ermöglichte unter anderem Borussias sonst mitunter starker Keeper den Hausherren einen Sieg in dieser Höhe.
Die sonst für Ordnung sorgenden defensiven Mittelfeldakteure kamen ihrer Aufgabe nur unzureichend nach. Von der Gladbacher Kreativabteilung um Arango und Co. nahm man keinerlei Notiz. Auch die Abteilung Attacke zeigte keine Wirkung. Keiner der aufgebotenen Spieler wusste auch nur ansatzweise zu überzeugen. Sie saßen alle in einem Boot und alle gingen sie miteinander unter.
Schon übermorgen hat die Mannschaft die Gelegenheit, Wiedergutmachung zu leisten. Der FC St. Pauli, Aufsteiger vom Millerntor, kommt in den Borussia-Park. "Gegen St. Pauli müssen wir den Leuten zeigen, dass wir uns aus der Misere holen wollen. Ich erwarte eine Reaktion von der Mannschaft", spricht VfL-Sportdirektor Max Eberl den Borussia-Anhängern aus der Seele. Die Einstellung der Mannschaft muss gegen die Hamburger wieder stimmen. Die Spieler müssen den Fans beweisen, dass sie den Sieg wirklich wollen. Jeder Einzelne muss alles geben, kämpfen, rennen, beißen, nachsetzen und Gras fressen. Die Fohlen-Elf muss als Reaktion auf die Blamage vom vergangenen Wochenende gegen St. Pauli definitiv ein anderes Gesicht zeigen. Die Leistung auf dem Platz muss passen. Eine Klatsche wie gegen Stuttgart darf die Mannschaft nicht auf sich sitzen lassen. Sie muss am Mittwoch Abend gegen den Aufsteiger die richtige Antwort geben. An Einsatz und Engagement führt gegen hungrige St. Paulianer kein Weg vorbei.
- Max Förster
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