|
Spät in der Nacht von Montag auf Dienstag steuerte Busfahrer Marcus Breuer den Mannschaftsbus in den Borussia-Park. Drei Uhr war es, als der VfL-Tross von der Rückreise aus dem Trainingslager in Bad Blankenburg in Mönchengladbach eintraf. Einen freien Tag gönnt Michael Frontzeck den Spielern aber nicht. Um 16 Uhr müssen sie wieder zur nächsten Einheit antreten, am Mittwoch und Donnerstag steht jeweils zweimal Training an, um 10 Uhr auf dem Platz, um 16 Uhr im Wald. "Nur die frühen Läufe um 7.30 Uhr lassen wir in dieser Woche weg", so Frontzeck, ansonsten geht es auch in den nächsten Tagen noch darum, an der Grundlagenausdauer zu arbeiten.
Ein Grund, warum die Arbeit im konditionellen Bereich in diesem Jahr besonders umfangreich ausfällt, ist die verkürzte Winterpause, die die DFL beschlossen hat. Der 17. Spieltag ist kurz vor Weihnachten (17.-19.12.), der Start der Hinrunde schon vier Wochen später (15.-17.1.). Anders als in den letzten Jahren wird es im Winter also keinen langen Urlaub für die Spieler geben, und auch keine Möglichkeit, noch einmal nachhaltig an der Grundlagenausdauer zu arbeiten. "Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass alle Spieler für die Saison so gut wie möglich vorbereitet sind. Ich will Gewissheit haben, dass wir in jedem Spiel bis zum Ende Kraft und Fitness haben", so Frontzeck.
Kaderplanung frühzeitig abgeschlossen
Die Tatsache, dass Borussia die Kaderplanung in diesem Jahr schon sehr früh abgeschlossen hat, könnte ein großer Vorteil werden. Anders als bei vielen anderen Clubs, bei denen es womöglich noch im August eine Reihe von Transfers geben wird, wird sich beim VfL nicht mehr viel tun. Kommen soll noch Juan Arango, der Kapitän der venezuelanischen Nationalmannschaft und Spielmacher des spanischen Erstligisten Real Mallorca – danach wird sich, so Sportdirektor Max Eberl, "nur noch etwas tun, wenn sich jemand gravierend verletzt, was wir natürlich nicht hoffen".
Für den Trainer bedeutet das, dass er schon frühzeitig mit einem fast kompletten Kader arbeiten kann. 20 Mann sind aktuell dabei, dazu kommen noch die Nationalspieler Karim Matmour und voraussichtlich Juan Arango (ab dem 6. Juli), Michael Bradley (ab dem 13. Juli) sowie Paul Stalteri (sobald die kanadische Nationalmannschaft beim Gold Cup ausgeschieden ist, spätestens am 27. Juli). "Ich denke nicht, dass es ein großes Problem wird, auch die vier auf einen guten körperlichen Stand zu bringen", so Frontzeck. "Sie hatten alle nur zwei Wochen Urlaub und dürften nicht viel Fitness verloren haben."
Auch bei den drei verletzten Spielern, die in Thüringen nicht dabei waren, ist der Trainer zuversichtlich, dass sie bald wieder ins Geschehen eingreifen können. Als erster dürfte Jan-Ingwer Callsen-Bracker wieder zur Mannschaft stoßen, der Ex-Leverkusener laboriert an einer Sehnenentzündung unter dem Fuß, es geht ihm inzwischen aber schon wieder deutlich besser. Rob Friend und Gal Alberman, die beide nach ihren Fersenoperationen derzeit im Rehatraining sind, sollen wenn möglich am 16. Juli mit ins zweite Trainingslager nach Saalfelden in Österreich reisen. Auch dort werden sie zwar noch nicht mit der Mannschaft trainieren können, sollen aber wieder in die Gruppe integriert werden und gesonderte Trainingseinheiten absolvieren.
Nächstes Spiel am 9. Juli in Wegberg
Am Donnerstag endet für die VfL-Profis die erste Phase der Vorbereitung, von Freitag bis Sonntag haben sie dann noch einmal drei Tage frei. Weiter geht es mit dem Training am kommenden Montag, das nächste Testspiel gibt es am Donnerstag, 9. Juli, beim Verbandsligisten FC Wegberg-Beeck.
- pm / borussia.de
Weitere Artikel aus diesem Bereich:
Artikel aus anderen Bereichen:
|
|
|