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Michael Frontzeck, Trainer Borussia Mönchengladbach:
Dass Bremen offensiv spielt und in allen Mannschaftsteilen über individuelle Klasse verfügt, ist nichts Neues. Deswegen bin ich überglücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. In der ersten Halbzeit haben wir nahezu perfekt gekontert. Wir haben aber nach dem Seitenwechsel versäumt, den Sack zu zu machen, deswegen mussten wir bis zum Schluss zittern. Wir haben uns sehr gut gewehrt, auch wenn nachher auch das 4:4 vielleicht noch möglich war, als Werder mit den langen Kerls mit Macht nach vorne drängte. In der ersten Halbzeit haben wir uns zu tief fallen lassen, aber das lag natürlich auch an der Klasse der Bremer. Dafür haben wir unsere Räume sehr gut genutzt und unsere Angriffe prima bis zum Ende gespielt. Für Raul Bobadilla freut es mich riesig, er hat sich sehr unter Druck gesetzt und heute gezeigt, was in ihm steckt.
Thomas Schaaf, Trainer Werder Bremen:
Wenn man sieht, wie wir die Woche über gearbeitet haben, dann ist die erste halbe Stunde heute absolut unverständlich. Wir haben überhaupt keinen Zweikampf geführt und sind nur um die Leute herum gelaufen – dabei hatten wir uns sehr viel vorgenommen. Trotzdem hat es meine Elf geschafft, immer wieder ins Spiel reinzukommen, auch wenn der Rückstand schon früh sehr hoch war. Wir hatten noch die Chance, das vierte Tor zu erzielen, wobei man ehrlicherweise sagen sollte, dass Borussia auch einige gute Chancen in der zweiten Halbzeit hatte.
Raul Bobadilla, Borussia Mönchengladbach:
Das ist für mich natürlich perfekt gelaufen, für die Mannschaft war es ein ganz wichtiger Sieg. Was soll ich sagen? Ich bin überglücklich heute.
Thorben Marx, Borussia Mönchengladbach:
Das war heute ein ganz wichtiger Sieg für uns, gerade der erste in der Rückrunde tut uns richtig gut und gibt Selbstvertrauen. Das war ein verrücktes Spiel, gerade in den ersten 45 Minuten. Wir wussten, dass Bremen sehr offensiv verteidigt und teilweise schon an der Mittellinie mit der Viererkette steht. Wir haben dann unsere Konter überragend ausgespielt, und die Möglichkeiten eiskalt verwertet. Natürlich freuen wir uns alle für Boba, er hat ganz stark gespielt. Ich denke, dass bei ihm nun der Knoten geplatzt ist, aber nicht nur wegen der Tore war er heute super. Er hat auch für die Mannschaft ganz viel gearbeitet, und ich bin mir sicher, dass er noch einige Tore machen wird.
Tobias Levels, Borussia Mönchengladbach:
Eine 3:0-Führung nach einer guten Viertelstunde, da kann man schon den Eindruck bekommen, dass das alles nicht real ist, was hier abläuft. Die erste Halbzeit ist für uns fast perfekt gelaufen, es hätte auch 6:2 für uns stehen können. In der zweiten Halbzeit haben wir es taktisch richtig gut gemacht und sehr wenig zugelassen. Das war ein sensationelles Spiel und eine Riesenleistung.
Klaus Allofs, Sportdirektor Werder:
Ich habe schon viele Spiele gesehen, aber selten so eines. Borussia hat absolut verdient gewonnen, in der ersten Halbzeit haben wir richtig schlecht gespielt, ohne Gegenwehr, ohne Körperkontakt. Auch in der zweiten Hälfte waren wir nicht in der Lage, richtig großen Druck über einen längeren Zeitraum aufzubauen. Die Niederlagen der letzten Wochen haben Spuren hinterlassen, das hat man gesehen.
Marko Marin:
Wie wir in der ersten Hälfte aufgetreten sind, das geht gar nicht, das wissen wir. Wir haben unter der Woche gut trainiert und die Fehler der letzten Woche analysiert. Wir haben es aber heute nicht geschafft, das auch auf dem Platz umzusetzen. Wir müssen nun weiter hart arbeiten und müssen einfach wieder punkten.
- pw / borussia.de
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