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Erneut spielt auch die Frisur eine wichtige Rolle. Und ebenso ist der betreffende Borusse ein Führungsspieler. Allerdings ist er kein "Tiger". "Zuhause bin ich ein Kätzchen", schnurrt Date, wenn er mit leuchtenden Augen über seine kleine Familie spricht. Der Brasilianer ist ein liebevoller Vater.
Auf dem Platz aber ein unangenehmer Gegenspieler. Denn das 26-jährige Kätzchen hat eine beinah Kunst entwickelt, den Kontrahenten zumeist mit Körperkontakt den Ball abzuluchsen, ohne Foul zu spielen.
Mit dieser Spielart sticht er hervor im Frontzeck-Ensemble. Sportlich gesehen. Rein optisch aber (fast) noch mehr: Dante trägt eine Afro-Frisur. Sie ist sein Markenzeichen. Und auch inzwischen ein Erkennungszeichen für den Klub. "Er gibt Borussia ein Gesicht", sagt Max Eberl - und meint natürlich nicht nur seine Frisur. Sportlich herausragend - und auch optisch: Über solche Visitenkarten freut sich ein Manager, und erst recht die Marketingabteilung. Die Friseure weniger: Dem Wachsenlassen von schwarzen Afro-Locken sind genetische Grenzen gesetzt. Dafür profitieren die Kostümabteilungen. Afro-Perücken haben Konjunktur.
Und Borussias Hauptsponsor machte sich den Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad des Abwehrchefs zunutze: Die Postbank verteilte 110 handsignierte Borussen-Trikots für die ersten 110 Fans, die im Dante-Outfit die Filiale stürmten. "Das ist unglaublich", reagierte der Brasilianer gerührt über den Aufmarsch seiner Doubles.
Er selbst hängt seine Locken gar nicht so hoch. "Meine Frisur ist doch nicht wichtig", sagte er vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den 1. FC Nürnberg. Und zeigte beim 1:1, worauf es wirklich ankommt: Dante löste etliche haarige Szenen und war - wieder einmal - der beste Gladbacher. "Ich muss mich weiterentwickeln - und die Mannschaft auch." Gemeinsam wachsen - Richtung obere Tabellenhälfte. "Dafür muss man sich in jedem Training, in jedem Spiel konzentrieren und alles geben." Nur Haare wachsen von selbst.
- Bernhard Kütter
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