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Schäfer & Co. flippten beinah aus, für sie war die Vorarbeit Matmours ein klares Foul. Matmour als Luftkampf-Rambo? Ausgerechnet der Stürmer, der immer freundlich ist und über eigene Fehler oder Vergehen - wie etwa eine Schwalbe - mit entwaffnender Ehrlichkeit oder gar Naivität parliert, ohne sich Gedanken über die Auswirkung seiner Worte zu machen.
Karim Matmour hat eigentlich ein großes Problem: der ehemalige Freiburger ist ein Dauerläufer und -sprinter. Einer, der normalerweise Luft und Kondition für 120 Minuten hat. Wie also soll der Kilometerfresser seine Qualitäten als Kurzarbeiter einbringen?
Keine Reue
Doch Matmour sagt nicht: "Ich bin kein Joker." Er ist eben freundlich, und er sagt lieber das, was sein Trainer auch gerne hört: "Es gibt keine Stammplätze. Du musst jeden Tag im Training beweisen, dass du der Bessere bist." Aus dem Holz sind Vorzeige-Profis geschnitzt. Seinen (laut eigener Aussage nicht existierenden) Stammplatz hat der Stürmer vor allem durch die Teilnahme am Africa Cup verloren. Dennoch zeigt er nicht den Hauch von Reue, seine Nation über die Interessen seines Klubs gesetzt zu haben. "Es ist immer etwas Besonderes, für sein Land zu spielen." Und auch Borussia profitiert indirekt von Matmours Abstinenz: "Ich möchte die Erfahrungen, die ich gemacht habe, nicht missen", sagt der Nationalspieler.
Hass im Spiel
Sein erstes großes Turnier hat Matmour auch härter gemacht. Das erneute Duell mit dem Erzrivalen Ägypten etwa, das anders - als zuvor das WM-Qualifikationsspiel - verloren ging. Damals war der Mannschaftsbus der Algerier auf dem Weg nach Kairo von Hooligans attackiert und mit Steinen beworfen worden - das Rückspiel in der ägyptischen Metropole entwickelte sich zu einem Hass-Spiel. Matmours Augen strahlen nach wie vor. Doch die innere Kindlichkeit ist irgendwo zwischen Kairo und Luanda verloren gegangen. Der 24-Jährige ist ein Mann geworden. Auch im Fünfmeterraum.
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