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Der 14. Oktober 1995 – ein Datum, das wohl kein Borussen-Fan so schnell vergessen wird. Denn an jenem Samstagnachmittag gewann Borussia zum bisher einzigen Mal ein Bundesligaspiel beim FC Bayern, in den restlichen 40 Anläufen setzte es 31 Niederlagen.
Damals für Borussia mit auf dem Rasen: Michael Frontzeck. Doch fast 15 Jahre später will Borussias Trainer die Erinnerungen an diesen Tag nicht zu hoch hängen: "Klar ist das ein besonderer Tag in der Historie des Vereins. Aber für meinen Geschmack wird um dieses Spiel damals ein bisschen zu viel Wind gemacht."
Frontzeck hat dieser Tage auch Besseres zu tun, als in den Geschichtsbüchern zu blättern, schließlich gilt es, seine Mannschaft auf die Partie gegen den "besten Kader in Deutschland" vorzubereiten. "Wir müssen unser Bestes geben. Bayern ist eine Mannschaft, die jederzeit das Tempo anziehen und Tore schießen kann. Sie sind ruhig am Ball und haben eine personelle Qualität, die seinesgleichen sucht."
Borussias Trainer hat den kommenden Gegner am vergangenen Sonntag in Hannover beobachtet und war vor allem von der Offensive Gomez / Olic und den offensiven Außenspielern Müller und Pranjic angetan. "Wer weiß, vielleicht tauchen gegen uns ja auch noch Robben und Ribery auf."
Dieselbe Startelf wie gegen Schalke?
Klar, Respekt vor dem Rekordmeister ist rund um den Borussia-Park durchaus vorhanden, doch wohl auch aufgrund der zuletzt fünf ungeschlagenen Bundesligaspiele (darunter zwei Auswärtssiege) setzt Borussia dem personell sicherlich überlegenen Gegner einiges an Selbstvertrauen entgegen, wie Frontzeck verdeutlicht: "Es stimmt nicht, wenn man sagt, wir hätten nichts zu verlieren. Wir haben drei Punkte zu verlieren und wir werden alles dafür tun, uns unsere Serie zu erhalten."
Und so sind weder personell noch taktisch große Änderungen zu erwarten. Filip Daems, Gal Alberman, Paul Stalteri, Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Christian Dorda fehlen weiterhin verletzt, dass dieselben elf Spieler wie beim 1:0-Sieg vergangenen Samstag gegen den FC Schalke 04 auflaufen, sieht Frontzeck im "Bereich des Möglichen". Genauere Aussagen seien aber erst nach dem morgigen Abschlusstraining möglich.
Und da Frontzeck auch nicht vor hat, "in einer anderen Ausrichtung als letzte Woche" spielen zu lassen, dürfte auch Jean-Sébastien Jaurès wieder hinten links verteidigen. "Jean ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft geworden, er gehört zu den Spielern, deren Leistung in der Berichtserstattung vielleicht etwas untergeht."
Rund 6000 Borussen werden ihre Mannschaft in der ausverkauften Allianz-Arena unterstützen und mit darauf hoffen, dass ihr Team etwas Zählbares mit in die Heimat nimmt. Frontzeck: "Wir wollen uns nachher nicht vorwerfen müssen, wir hätten es nicht versucht. Und wir werden es versuchen. Im Moment macht es einfach richtig Spaß."
- pm / borussia.de
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