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Gerade mal 2800 Zuschauer (8300 fasst der KöPa) wollten miterleben, wie sich die ohne inzwischen acht verletze Stammkräfte auskommenden Pinguine gegen den Ligakrösus schlagen. Und obwohl gerade die vielen ansonsten die Stehplatztribüne füllenden Schüler bekanntermaßen selten ein Spiel unter der Woche besuchen könnn oder dürfen, tönte DEL-Oberguru Gernot Tripcke gestern im Presseraum des KöPa von einer rosigen Zukunkt des höchsten deutschen Spielklasse mit noch mehr (!) Wochentagsspielen.
Die durch Verletzungen weiter dezimierten Krefeld Pinguine bewiesen echten Teamgeist. Sie rackerten, kämpften schossen und zwangen den Meister Eisbären Berlin letztlich nach Penaltyschießen mit 5:4 (0:0, 2:3, 2:1, 1:0) in die Knie. Herberts Wasiljews verwandelte den entscheidenden Penalty und sicherte den Krefeldern so zwei wichtige Punkte.
Zum Spiel: Einen Tag vor dem heutigen Treffen der Gesellschafter - in der es um die Zukunft des KEV geht - zeigten sich die Pinguine trotz ihrer vielen Ausfälle über weite Strecken auf Augenhöhe mit den Eisbären. Die - als beinahe uneinholbarer Tabellenführer und nach ihrem 6:3 Lehrstück in Mannheim zwei Tage zuvor - allerdings sichtbar nur gelegentlich einen ihrer höheren Gänge einlegten.
So verzeichneten im Auftaktdrittel die lebhafteren Pinguine ein deutliches Chancenplus für sich und bestimmten die insgesamt flotte und mit vielen aufregenden Torraumszenen gewürzte Partie. Als Stephens dann in der 27. Minute mit einer tollen Einzelleistung den KEV in Führung gebracht und Endraß nach genauem Zuspiel von Rourke 120 Sekunden später diese auf 2:0 ausgebaut hatte, entwickelten auch die Berliner echten Torhunger. Wollten die wohl auch vermeiden, dass ihr Urgestein Sven Felski eine Niedrlage in seinem 800. DEL-Spiel kassiert? Denn keine viertel Minute danach erzielte Roach den Anschlußtreffer, die Eisbären drehten auf und erklärten das Wort Effizienz. Binnen weiterer fünf Minuten und drei Angriffen besorgte T. Mulock den Ausgleich, während Regehr die Überzahl seines Teams zur nicht chancengerechten Führung nutzte (35.).
Doch in der 500. Begegnung ihres Stürmers Roland Verwey kämpften sich die Pinguine im Schlußdrittel durch Rourkes Überzahltreffer zum 3:3 zurück ins Spiel. Und hatten auch nach Brauns Treffer zum 3:4 (53.) noch genug Power, um ins Berliner Angriffsdrittel zu preschen. Dieser bewundernswerte Vorwärtsdrang nötigte dem Berliner Baxmann eine Fünfminuten-Strafe ab. Beim dadurch begünstigten 4:4-Ausgleich (57.) bewies Pietta, dass er ein besseres Händchen bei Direktschüssen als bei (seinen zuvor versiebten) Alleingängen hat. Nach einer torlosen Overtime erwiesen sich zwei von drei Penaltyschützen auf beiden Seiten als technische Könner, bevor Felski - wegen seines Jubiläums? - zum zweiten Mal an Krefelds Goalie Langkow scheitern durfte. Kapitän Vasiljews sicherte mit seinem zweiten schönen Penaltytreffer den verdienten, wichtigen Zusatzpunkt für den KEV.
In der Tabelle liegt der KEV derzeit punktgleich mit Iserlohn (die ein Spiel mehr haben) auf Rang 12 - mit nur noch einem Punkt Abstand zu Rang 10 (letzter Pre-Playoffplatz), der von den zu Saisonbeginn hoch eingeschätzten Adlern aus Mannheim belegt wird.
- Perry Schäfer
Das nächste Heimspiel:
Freitag, den 5.2. um 19.30 Uhr
Straßenbahnduell (U 76)
Krefeld Pinguine – DEG Metro Stars
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