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Wann? Ja wann bringt ein (guter!) Trainer bei Überzahl und 1-2 Rückstand den 6. Feldpieler? Bei 58,12 min und Bully vorm Tor des Gegners?! Oder 40 Sekunden vor Schluß? Bei der ersten Variante hat man mehr Zeit, die zweifache Überzahl (!) zum Ausgleich zu nutzen! Und kassiert man einen Empty Net-Treffer, ist's eh egal, ob in der 59. oder 60 Minute!
Und der mangelnde Wagemut, den ihr offenkundig überforderter Übungsleiter Martin Jiranek mit seinen Aufstellungen und taktischen Anweisungen wieder mal an den trüben KEV-Fan-Tag legte, spiegelte sich auch im wenig appetitlichen 60-minütigen Auftritt der Krefeld Pinguine am Dienstagabend vor der Minuskulisse von gut 2100 Zuschauern wider. Bei denen sich - nicht zum ersten Mal! - bis auf Goalie Langkow und Verteidiger Richard Pavlikovsky kein einziger Schwarz-Gelber willens, fähig oder mutig genug zeigte, die sportliche (und damit auch finanzielle) Talfahrt ihres Brötchen gebenden Vereins zu stoppen.
Nach dem 0:1 Powerplaytreffer der nicht viel inspirierter, aber abgeklärter agierenden Gäste durch Leeb (3.), zeigte sich Krefelds Hager durch seine 2-Minutenstrafe in der 17. Minute derart gefrustet, dass er beim Zuschlagen der Kühlboxtür einen Riss in der Plexiglasscheibe verursachte. So kam es zu dem Kuriosum, dass der Hauptschiri Van Gameren das Drittel zwecks Reparatur vorzeitig beendete und das Mitteldrittel um gut zwei Minuten verlängert wurde.
In dem von den Leistungsträgern um Kapitän Vasiljevs, "Torjäger" Stephens, Verwey und Pietta (dessen Vertrag gerade um zwei Jahre verlängert wurde) nichts Sinnstiftendes zu sehen war. Einzig Blank tauchte für einen einzigen lichten Moment unter der Eisoberfläche auf, um in der 22. Minute nach Pavlikovskys feinem Zuspiel zum zwischenzeitlichen Ausgleich abzustauben. Danach zeigten sich auch Krefelds Youngster wie Noebels und Huebscher von der Konzept- und Einfallslosigkeit ihrer Mannschaft angesteckt und vergaben ihre Chancen. Dazu kein Augenkontakt unter den Spielern - und gutes Paßspiel: Fehlanzeige!
Nach einer weiteren halben Stunde faden Eishockeys, in der beide Goalies sich bei mehr oder weniger dankbaren Pucks gefällig in Szene setzen konnten, beendete Nürnbergs Ask in Unterzahl (!) mit dem etwas schmeichelhaften Siegtreffer (52.) den aufkommenden Gedanken an eine Verlängerung . Denn bei ihrer erwähnten 6-4 Überzahl bewiesen die Gastgeber zum Schluß Konsequenz: Wie in den 59 Minuten zuvor, erspielten sie sich keine clever durchdachte Torchance mehr!
Ob in Anbetracht dieser desolaten Einzel- wie Teamleistungen der starke und wieder lautstark gewordene Mann im KEV-Hintergrund Wilfried Fabel tatsächlich zu seiner jüngsten Aussage stehen kann, dem Coach noch bis Weihnachten Zeit zu geben? Und was halten die anderen Verantwortlichen davon, dass Fabel, selbst nur Stellvertreter für seine Ehefrau im Aufsichtsrat, derartige "Zusicherungen" macht?!
- Perry Schäfer
Nächste Spiele:
Freitag, den 27.11. in Düsseldorf gegen die Metrostars (ab 19.30 Uhr im ISS Dome)
Sonntag, den 29.11. 14.30 gegen den Meister aus Berlin in Krefeld (ab 14.30 Uhr im KöPa) – SKY-Liveübertragung
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