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Neun Spieltage vor Ende der Hauptsaison macht sich das Fehlen vieler Stammkräfte (Verletzungen oder Olympia-Teilnahme) zunehmend bemerkbar beim KEV. Den arg gelichteten Spielreihen geht zuletzt mit zunehmender Spieldauer hinten raus schlichtweg die Puste aus. Da kann Coach Adouno seine Reihen noch so clever und in kurzen Intervallen einsetzen. Den technisch ansehnlich kombinierenden Schwarz-Gelben fehlt ein um's andere Mal die Kraft und damit die Konzentration, ihre oft gekonnt heraus gespielten Führungen über die Ziellinie zu retten.
So passiert es auffällig oft, dass die Abwehrspieler den gegnerischen Stürmern nicht mehr folgen können, um Verdrießliches in Sachen Spielstand zu verhindern. Besonders, wenn das Personal des Kontrahenten derart mit Talent gesegnet ist wie das des Etat-Crösus Adler Mannheim, deren top bezahlte Stürmer am vergangenen Sonntagabend binnen 16 Minuten einen 0-2 Rückstand in eine 4-2 Führung umdrehten.
Dabei hatte sich der KEV vor 4000 Zuschauern im KönigPalast in der ersten halben Stunde ein leichtes Chancenplus erspielt, und durch seinen neuen Verteidiger Kozhevnikov (1. Treffer in der 5. Minute) und Blank (10.) überzeugend vorgelegt. Danach allerdings fehlte vor allem der Abwehr die nötige Spritzigkeit und Übersicht, die Wende zugunsten der zunehmend bestimmenden Gäste mit ihren pfeilschnellen Torjägern zu verhindern.
Doch nach Trepaniers 4:2 (48.) rappelten sich die Pinguine nochmal auf und krönten zum dritten Mal an diesem Abend ihr Powerplay mit dem äußerst sehenswerten 3-4 Anschlußtreffer durch Stephens gut fünf Minuten vor der Schlußsirene. Aus einem (erlaubten) Meter Höhe hatte der Filigranstürmer den Puck - NHL-würdig! - ins Mannheimer Gehäuse gelupft!
Danach aber konnten die Pinguine nicht mehr nachlegen, denn es fehlte ihnen sichtbar besagte Power, selbst eine zweifache Überzahl in den 90 Schlußsekunden zu einem leistungsgerechten Ausgleichstreffer zu verwerten.
Durch dieses 1-Punkte-Wochenende hat sich der Abstand des derzeit Tabellenzwölften auf Rang 10 (Köln mit 66 Punkten) auf 6 Zähler vergrößert. 18 von möglichen 27 Punkten müssen es nun schon sein für den KEV, soll nach dem letzten Spieltag am 21.3.das KöPa-Eis nicht schon abgetaut werden.
- Perry Schäfer
Torstatistik:
1:0 (04:08) Kozhevnikov (Stephens, Endraß/5-4)
2:0 (09:37) Blank (Fahey, Pietta/5-4)
2:1 (30:53) Spylo (Trepanier/5-4)
2:2 (34:03) Forbes (Arendt)
2:3 (44:22) Robinson
2:4 (47:20) Trepanier (Hedlund, Methot)
3:4 (54:18) Stephens (Fahey, Rourke/5-4)
Strafzeiten:
Pinguine: 14
Adler: 22 + 10 für Martinec
Schiedsrichter: Looker
Zuschauer: 3.909
Nächstes Heimspiel:
Nach der Olympiapause
Pinguine vs. Straubing Ice Tigers
2.3.2010 um 14.30 Uhr
KönigPalast, Krefeld
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