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Die gellenden Pfiffe im KöPa in Anwesenheit der gesamten Vereinsführung nach der unansehnlichen 1 : 3 Derbyniederlage ließen bereits nichts Gutes ahnen für das Trainerschicksal von Jiranek. Denn auch die teilweise an Leistungsverweigerung grenzenden Auftritte vorallem einiger schwarz-gelber Leistungsträger wie Kapitän Vasiljevs und Fahey wie auch die Konzeptionslosigkeit im Krefelder Spiel offenbarten deutlich, dass ihr Übungsleiter bis zu seiner Demission keinen belebende Impulse gebenden Draht zu seinen Team hatte legen können.
"Nach der indiskutablen Leistung der Mannschaft am Freitag mußten wir leider reagieren", so Geschäftsführer Wolfgang Schäfer. "Martin Jiranek ist aber nur von seinen Trainerpflichten entbunden und wird zunächst weiterhin für uns tätig sein. Zum Beispiel beim Scouting. "25 von bis dahin 75 Punkten und kein einziges Sechs-Punkte-Wochenende in dieser Spielzeit lassen vermuten, dass das 40jährige ehemalige und menschlich sympathische Nürnberger Stürmeras noch nicht reif (und zu handzahm!) ist für seinen ersten Trainerjob in der DEL. Selbst noch zu sehr "gefühlter" Spieler denn Trainer, gelang es Jiranek weder, seine fast altersgleichen Führungspieler für seine Vorstellung von Eishockey zu gewinnen noch die Youngster mitzureißen. Und ihnen jenes Selbstvertrauen zu vermitteln, mit denen Jiraneks Vorgänger Igor Pavlov sie alle zu erstaunlichen Leistungen beflügelt hatte. Dass der eigenwillige Russe Pavlov - neben Kandidaten wie Greg Poss, Rico Rossi ,Tommy Hartogs und den zuletzt vorort gesehenen Peter Ihnacak - derzeit ebenfalls als Nachfolger von Jiranek im (wehmütigen!) Gespräch ist, darf daher nicht verwundern.
Wie auch immer der neuer Trainer an der Westparkstraße heißen wird: Er muß rasch und mit einem erst mal griffigen und damit überzeugenden Spielsystem kommen. Und er sollte den Routiniers gleich kräftig in den Allerwertesten treten sowie einigen Youngstern die "pavlovsche" Selbstsicherheit zurückgeben. Und für jegliche zuletzt beinah aufreizend auf dem Eis demonstrierte Bockigkeit einige Tribünenplätze freihalten!
Bis zur Verpflichtung eines neuen Coach durch die ob ihres unprofessionellen Gebarens mächtig in Zugzwang geratenen Vereinsoberen wird Co-Trainer Reemt Pyka die derzeit flügellahmen Pinguine auf's Eis führen.
- Perry Schäfer
Das nächste Heimspiel:
Sonntag, den 13.12. um 14.30 Uhr im KöPa
Krefeld Pinguine - Augsburger Panther
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