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Für den vielseitigen Krawattenträger, Mediziner, Moderator,
Wissenschaftsjournalisten, Kabarettisten und Schriftsteller hatte sich eine Jury unter Federführung des Deutschen Mode-Instituts (DMI) mit Vertretern der Krawattenindustrie, Fachjournalisten und Stadt Krefeld entschieden.
In der Begründung der Jury-Entscheidung – vorgetragen von DMI-Geschäftsführer Gerd Müller-Thomkins – heißt es: "Eckart von Hirschhausen ist ein moderner Eulenspiegel, aber kein Paradiesvogel. Seine äußere Erscheinung stellt er bewusst und dabei kultiviert in den Dienst seiner Inhalte. Er verhält sich stilistisch konform zu seinem Publikum, bleibt dabei aber unkonventionell im Äußeren wie insgesamt in seinen intellektuellen und gleichzeitig lebensnahen Botschaften."
Der "Krawattenmann des Jahres 2009" selbst beschrieb in Krefeld seinen Bezug zu dem besonderen modischen Accessoire des Mannes wie folgt: "Ich werde nie vergessen, wie mein Vater mir beigebracht hat, meine erste Krawatte zu binden. Mein Vater war Chemiker, hat geforscht und gelehrt. Er ist nie ohne Krawatte aus dem Haus gegangen. Bei ihm wie bei mir ging es in der Bekleidung nie darum, schrill oder laut zu sein. Es ging nicht wirklich um Mode, vielmehr um Stil."
Dr. Eckart von Hirschhausen studierte Humanmedizin in Berlin, Heidelberg und London. In Heidelberg promovierte er 1994. Ab 1996 studierte er dann Wissenschaftsjournalismus und schrieb unter anderem für Focus, Stern und Tagesspiegel. In Auftritten und Shows als Comedian, Moderator und Zauberkünstler in Varietés, auf der Bühne und im Fernsehen, verband er verlässlich die aktuellen Themen der Wissenschaft mit den immer aktuellen Fragen der Menschheit. Er produzierte zahlreiche Soloprogramme, dazu Tonträger und Bücher in millionenfacher Auflage.
Oberbürgermeister Gregor Kathstede betonte auch die Bedeutung der Krawatte für die Stadt Krefeld: "Wir tragen dieses samt- und seidenstädtische Sinnbild für Modebewusstsein, Eleganz und wirtschaftlichen Erfolg mit Begeisterung, Hingabe und Stolz. Unsere heimische Krawatten- und Schalindustrie hat weiterhin eine hervorragende Stellung auf dem deutschen Markt. Wir dürfen Krefeld mit Fug und Recht als deutsche Krawattenhauptstadt bezeichnen."
Preisträger der Auszeichnung "Krawattenmann des Jahres", die bereits seit 1965 an bekannte Persönlichkeiten vergeben wird, sind unter anderem Hans-Joachim Kulenkampff (1965), Willy Brandt (1967), Helmut Schön (1970), Walter Leisler Kiep (1977), Hans Rosenthal (1981), Günther Jauch (1991), Bodo H. Hauser (1997), Johannes B. Kerner (2002), Götz Alsmann (2004), Ulrich Wickert (2005), Christian Wulff (2006) und Roger Cicero (2007).
Verliehen wird der Preis "Krawattenmann des Jahres" seit einigen Jahren in der Samt- und Seidenstadt Krefeld, mit seiner Jahrhunderte alten Tradition der Seidenweberei, sowie des Konfektionierens von Krawatten. Die Stadt an der "Internationalen Seidenstrasse" pflegt damit liebevoll den Standort der letzten Krawattiers Deutschlands.
- pm / Stadt KR
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