Also schnuppert Simon allen Besuchern erstmal im Gesicht. Angst vor einem Spuckeschwall müssen sie aber nicht haben, es sei denn, sie ärgern den Hengst. Dann legt er die Ohren an und beginnt zu kauen.
Mathilda beobachtet ihren Papa aufmerksam. Noch reicht sie nicht an die Nasen der Menschen heran. Ihr Kopf endet kurz über der untersten Zaunlatte. Dafür sind die Besucher entzückt, die Miniausgabe des Alpakas so nah zu erleben. Mama Marlene hingegen hält sich zurück und vertreibt sich die Zeit damit, lässig auf einem Ästchen zu kauen.
Und noch mehr Babys begrüßen die Besucher im Zoo. Babykamelhengst "Janusch" wurde Anfang Januar geboren. Für ihn galt bis vor kurzem: Schlittern verboten. Die ersten Lebenswochen verbrachte er deshalb im Stall, denn die Pfleger befürchteten auf dem verschneiten Boden eine Schlitterpartie. Jetzt stakst er auf langen Beinen hinter seiner Mutter Raissa her. Janusch ist das letzte Vermächtnis von Krefelds bekanntem Kamelhengst "Oddvar". Der starb im vergangenen Jahr plötzlich an Kreislaufversagen in Folge einer schweren bakteriellen Infektion. Jetzt freuen sich die Pfleger umso mehr über den gesunden kleinen Hengst.