Derzeit sind in Mönchengladbach rund 17.000 Personen mit einem Nebensitz gemeldet. Die Verwaltung geht davon aus, dass bei der Einführung der Zweitwohnungssteuer etwa 2.000 Personen ihre Nebenwohnung in Mönchengladbach zur Hauptwohnung umwandeln werden.
Auf die Betroffenen kommen in diesem Fall keine finanziellen Mehrbelastungen zu. Vielmehr verfolgt die Stadt dadurch das Ziel, zusätzliche Schlüsselzuweisungen durch das Land zu erhalten. Bei dieser Veränderung wird mit einer Erhöhung der Schlüsselzuweisungen des Landes NRW in Höhe von 600.000 Euro gerechnet. Durch die Steuer selbst erwartet die Stadt rund 180.000 Euro.
Bei der Einführung der Zweitwohnungssteuer werden sämtliche 17.000 Personen mit Nebenwohnsitz in Mönchengladbach vom Steueramt angeschrieben. Um auch den Personenkreis zu erfassen, der eine meldepflichtige Wohnung hat, ohne entsprechend gemeldet zu sein, müssen alle rund 100.000 Grundstücks- und Wohnungseigentümer in Form eines Standardschreibens um Auskunft gebeten werden. Dies geschieht im Januar gemeinsam mit dem Grundbesitzabgabenbescheid.